GLARUM - Die Eltern der ehemaligen Hortkinder im Glarumer Kindergarten sind enttäuscht und verärgert, dass die Stadt Schortens das Betreuungsangebot mit Ferienbeginn beendet hat und stattdessen auf das Betreuungsangebot der „Offenen Ganztagsschule“ in Glarum verweist, das auf montags und freitags erweitert wurde.

„Die Schließung der Hortbetreuung im Kindergarten hat uns Eltern und Kinder sehr getroffen“, schreibt Claudia Schulte-de Vries im Namen aller betroffenen Eltern in einem offenen Brief an Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling und die Mitglieder des Stadtrats. In der „offenen Ganztagsschule“ werde lediglich eine Hausaufgabenbetreuung und „erweiterte Animation“ geboten, so Schulte-de Vries. Die Mutter kritisiert zudem die „starren“ Zeiten und wechselnde Bezugspersonen.

Im Hort hatten die Kinder stets die gleiche Bezugsperson, schreiben die Eltern. Zudem waren die Zeiten, zu denen berufstätige Eltern ihre Kinder abholen konnten, flexibler. „Der Kinderhort war uns stets große Hilfe bei der Tagesplanung.“ Im Hort wurden die Kinder bei den Hausaufgaben begleitet und konnten anschließend spielen.

„Unsere Kinder fühlten sich im Hort des Kindergartens bestens betreut und untergebracht. Zudem ist im Kindergarten alles vorhanden, was für das Forstbestehen eines Hortes nötig ist“, sagen die Eltern, die die Entscheidung der Stadt nicht nachvollziehen können und stattdessen für den Erhalt plädieren.

Die Stadtverwaltung erklärte auf Nachfrage der  , bei dem Angebot habe es sich nicht um einen Hort, sondern um eine altersgemischte Nachmittagsgruppe gehandelt. Das Konzept, die Kinder in der Grundschule zu betreuen, sei mit dem Stadtelternrat besprochen und für gut befunden worden. Auch eine Elternbefragung sei durchgeführt worden.

Grund für die Umsiedlung sei, dass aus Sicht der Stadt in der Grundschule altersgerechtes Mobiliar vorhanden sei und im Kindergarten Platzmangel herrsche. Die inhaltliche Kritik der Eltern an der „Offenen Ganztagsschule“ sei nachvollziehbar, da man sich andere Voraussetzungen für die Ganztagsbeschulung wünsche, sagte Anja Müller von der Stadt Schortens.

Geplant sei eine Betreuung der betroffenen Kinder in Glarum von montags bis freitags bis 16 Uhr, bei Bedarf bis 17 Uhr. Die Ferienbetreuung werde im „Pferdestall“ in Schortens gesondert angeboten. Die Eltern können das Angebot wochenweise buchen, so Müller.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever