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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Porträt: Traumberuf Landärztin

28.03.2020

Goldenstedt „Als Hausärztin kann ich Menschen ein Leben lang begleiten, nicht nur wenn sie krank sind, sondern auch wenn es ihnen wieder besser geht. Das macht den Beruf für mich so attraktiv“, sagt die Medizinerin Bianca Jacobs. „Im Krankenhaus entlässt oder verlegt man Patienten und bekommt selten mal mit, wie es demjenigen eigentlich danach geht. Ich habe mich sehr gefreut, als ein Patient zufällig nach ein paar Wochen vor mir stand und erzählte, wie die Behandlung weiter verlaufen ist und wie gut es ihm mittlerweile geht.“ Dass die 40-Jährige in einer Praxis auf dem Land arbeiten möchte, steht fest: „Ich bin kein Mensch für die Stadt. Ich komme nun mal vom Land. Da fühle ich mich wohl“, sagt Bianca Jacobs, die mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Goldenstedt im Landkreis Vechta zu Hause ist.

Anreize sinnvoller

Derzeit absolviert sie nach dem Medizinstudium in Oldenburg ihre drei Jahre als Assistenzärztin in Weiterbildung am St. Josefs-Hospital in Cloppenburg. „Der Schichtdienst im Krankenhaus ist nicht so meins. Andererseits kann ich hier viel von erfahrenen Kollegen lernen, bekomme Laborergebnisse zeitnah und es ist immer ein Ansprechpartner da. Das ist gerade für mich als Berufsanfängerin ein großer Vorteil“, so Bianca Jacobs.

In einer Hausarztpraxis wird sie anschließend noch zwei Jahre mitarbeiten, bevor sie die Facharztprüfung in Allgemeinmedizin ablegen kann. Dann kann sie in einer Landarztpraxis durchstarten. Zu mindestens fünf Jahren Arbeit auf dem Land hat sie sich über ein Stipendium des Landes Niedersachsen verpflichtet: „Das war ein Glücksgriff für mich. Als Landärztin möchte ich ja sowieso arbeiten und unsere fünfköpfige Familie konnte die Unterstützung während des Studiums gut gebrauchen.“

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Helfen solche an Bedingungen gekoppelte Stipendien denn, Studierende für den Landarztberuf zu motivieren? „Bei meinen Kommilitonen war es eher so, dass dieses Stipendium für alle, die nicht Allgemeinmedizin machen wollten, einfach nicht in Frage kam“, berichtet Jacobs. „Ich denke, es ist sinnvoller Anreize zu schaffen. Wir haben zum Beispiel schon in den ersten Semestern Praktika in Hausarztpraxen absolviert. So konnten wir die Arbeit dort kennenlernen und erfahren, ob sie uns interessiert.“

NC abschaffen

Immer mehr Politiker befürworten ja eine Landarztquote bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen. Kann damit der Mangel an Landärzten vermindert werden? „So eine Quote fände ich gar nicht schlecht, wenn es genügend Studienplätze gibt und der Numerus clausus (NC) abgeschafft wird. Momentan kann es passieren, dass jemand Landarzt werden möchte, aber keinen Studienplatz erhält, weil er „nur“ einen Abiturdurchschnitt von 1,3 hat. Dabei sagt doch weder eine Abi-Note von 1,0 noch eine von 2,0 wirklich etwas darüber aus, ob jemand ein guter Arzt wäre oder nicht“, findet Jacobs.

Auswahlverfahren, wie sie etwa die Uni Oldenburg durchführt, seien da viel aussagekräftiger. „Dabei steht im Vordergrund wie die Bewerber denken und wie sie mit Patienten umgehen“, sagt Jacobs. „Einer meiner späteren Professoren hat zum Beispiel einen dementen Patienten gespielt, der seine Medikamente durcheinandergebracht hat.“ Anscheinend hat er sich bei Bianca Jacobs gut aufgehoben gefühlt, denn sie bekam damals einen der 40 Studienplätze, für die es 1200 Bewerber gab. Das Studium hat sie inzwischen erfolgreich abgeschlossen, sobald sie den Facharzt in der Tasche hat, steht der Arbeit als Landärztin nichts mehr im Weg. „Anfragen von Kollegen und Patienten habe ich schon“, freut sich Jacobs.

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