GRABSTEDE - In den Kriegs- und den ersten Nachkriegsjahren gingen sie zur Schule. Regelmäßig treffen sich die Ehemaligen der Volksschule „A“ wieder.

von hans begerow

GRABSTEDE - Die Bahnlinie (der Vareler Nebenbahn) hat vor 60 Jahren die Schuleinzugsbereiche der beiden Grabsteder Schulen getrennt. Daran erinnerten sich viele der Ehemaligen, die zum Treffen der Entlassungsjahrgänge 1950/51 der Volksschule „A“ am Sonnabend nach Grabstede gekommen waren. Almuth Fangmann und Arthur Ihmels hatten das Treffen organisiert, an dem immerhin 26 von 40 Ehemaligen teilnahmen.

Die Volksschule „A“ befand sich in einem heute als Wohnhaus genutzten Gebäude an der Hauptstraße in Grabstede. Mehrere Jahrgänge in einem Klassenraum, die von einem Lehrer unterrichtet wurden. Im Falle der vor 55 Jahren entlassenen Schüler war es Lehrer Friedrich Wolf gewesen. Er hatte das erste Klassentreffen seiner Ehemaligen schon nicht mehr erlebt. Und das erste organisierte Treffen hatte bereits 1986, 35 Jahre nach der Schulentlassung, stattgefunden. Damals war es zum wenig zuvor eröffneten Schulmuseum nach Bohlenbergerfeld gegangen. Die nächsten Treffen folgten dann 1996 und 2001. Die meisten der Ehemaligen kommen aus Bockhorn und Grabstede, aber einige hat der Lebensweg auch in die Fremde verschlagen, so Erika Jahn (geborene Knopp), die während des Krieges mit ihrer Familie als Kind nach Grabstede gekommen war. Die gebürtige Schlesierin war über Berlin ins vom Bombenkrieg verschonte Friesland gekommen. Heute lebt sie in Nürnberg. So ganz verschont war Grabstede vom Krieg

nicht, erinnert sich Almuth Fangmann. Neben der Schule war ein Bunker, in den die Kinder geschickt wurden, wenn Bombenalarm war und die Zeit nicht mehr reichte, nach Hause zu gehen.

40 Ehemalige der Volksschule „A“ hatte Almuth Fangmann angeschrieben: „Die meisten antworten dann telefonisch“, sagt die 69-Jährige, die immer die jüngste in der Klasse war. Die Volksschule „B“, auch die gab es in Grabstede, war übrigens am Sandkrugsweg, Ecke Rüschemoorweg.

Auf dem Programm des Treffens im „Sandkrug“ in Grabstede stand übrigens auch ein interessanter Dia-Vortrag des Heimatforschers Eduard Arndt, der mit vielen Fotos Alt-Bockhorn in Erinnerung brachte, und den auswärtigen Besuchern, natürlich auch den einheimischen Ehemaligen, viele Anregungen lieferte. „Im Mittelpunkt stehen aber die Gespräche“, sagte Almuth Fangmann.