GRABSTEDE - Die verfahrene Lage an der Grundschule Grabstede zieht weiterhin Reaktionen nach sich. So hat die Lehrerin Ilse Weers-Diers im Namen der Personalvertretung der Schule am Donnerstag folgende Erklärung abgegeben: „Hiermit möchte ich im Namen des Kollegiums klarstellen, dass wir die Äußerungen von Bürgermeister Ewald Spiekermann und Hausmeister Maik Radig (NWZ vom 16. Februar) entschieden zurückweisen.“
Gespräche geführt
„In der Vergangenheit hat es etliche Vorfälle gegeben, bei denen die Rechte des Hausmeisters über die Rechte der Schulleitung gestellt wurden“, hieß es in der Erklärung. „Das Kollegium war stets bemüht um eine gute Zusammenarbeit. Gespräche haben stattgefunden, leider führten diese nicht zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas. Wir wünschen uns, dass der Schulträger seine Sorgfaltspflicht gegenüber der gesamten Schule mit allen Beteiligten und nicht nur gegenüber dem Hausmeister wahrnimmt.“
Als erster aus dem politischen Lager hat nun Wolfgang A. Janßen (BfB) die Initiative ergriffen. Er teilte am Donnerstag mit, dass er die Landesschulbehörde in Hannover eingeschaltet habe, nach dem er im Niedersächsischen Kultusministerium kein Gehör gefunden habe.
Dauer über Monate
Janßen erklärte: „Ich halte die Vorgänge an der Schule für nicht vertretbar. Die Unstimmigkeiten zwischen Lehrerkollegium, Schulleitung und Eltern auf der einen Seite und Schulträger samt Hausmeister auf der anderen dauern nun schon Monate.“ Bürgermeister Spiekermann habe die Ratsfraktionen aber erst auf der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses vor wenigen Tagen informiert: „Da habe ich mein Statement abgegeben und bin anschließend gegangen.“
Janßen weiter: „Wir von BfB fordern dringlichst, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, um weiteren Schaden von den Kindern abzuwenden. Wir schlagen daher vor, die Hausmeister zwischen den Grundschulen Bockhorn und Grabstede auszutauschen. Damit wäre der Bürgermeister gut beraten.“
