Ganderkesee - „Kampus“ wird konkret: Mit dem ersten Spatenstich für den Lern- und Erlebnisgarten auf dem Gelände der Katenkamp-Schule in Ganderkesee ist das Inklusionsprojekt am Dienstagmorgen von der Planungs- in die Realisierungsphase überführt worden. In etwa eineinhalb Jahren soll auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern unter freiem Himmel eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen entstehen.

Ganderkesees stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler, die Schirmherrin Alice Gerken-Klaas vertrat, sprach von einer „wunderbaren Idee“ , die nun in die Tat umgesetzt werde. Den inklusiven Aspekt stellte Birgit Gödeker vom Förderverein der Schule heraus. „Rollstuhl-Kinder können auf Spielplätzen oft nur zuschauen“, sagte sie. Bei Kampus sei das anders.

Spezielle Spielgeräte sollen nicht nur die kognitiven Fähigkeiten der Kinder anregen, sondern ermöglichen ihnen auch, den eigenen Körper besser wahrzunehmen. Viele der Geräte und Flächen sind mit dem Rollstuhl befahrbar.

Für Herwig Wöbse vom Vorstand der Lebenshilfe, Trägerin der Katenkamp-Schule, zeugt das Projekt von einem dynamischen Schulleben. „Schule ist dann lebendig, wenn sie sich den Herausforderungen der Zeit stellt“, sagte Wöbse, dessen Tochter die Katenkamp-Schule besucht.

Umgesetzt wird die Maßnahme wird in mehreren Abschnitten vor allem von der Gartenbaufirma Volker Kreye. Aber auch andere Unternehmen sollen eingebunden werden, wie Diplom-Ingenieurin Stefanie Grundmann erklärte. „Sie könnten zum Beispiel ihre Arbeitsleistung spenden.“

Am Dienstag, 17. Juni, wird es für zahlreiche Schüler, Eltern und Mitarbeiter der Schule ernst: Dann beginnen sie mit den vorbereitenden Arbeiten für den ersten Kampus-Baustein – ein Freiluftklassenzimmer. Wenn alte Beeteinfassungen und Waschbetonplatten schließlich entfernt sind, legen die Gartenbau-Profis los. Im neuen Schuljahr soll dann bereits Unterricht unter freiem Himmel stattfinden.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee