Altenoythe - Im Vorfeld hätten sie „schon etwas Angst“ gehabt, erzählen Kim Pichottky und Annika Hinrichs. „Doch dann waren alle sehr nett.“ Es seien wertvolle Erfahrungen, die beide gesammelt haben. Eine Woche erhielten die Achtklässler der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe einen Einblick in die Arbeit der Caritas-Werkstatt. Ihr Ziel: Gemeinsam Erfahrungen machen. Eine selbst erarbeitete Informationstafel dokumentiert das Projekt.

„Es ist für beide Seiten eine große Bereicherung“, sagt Einrichtungsleiter Ludger Rohe. Seit mehr als zehn Jahren besteht die Kooperation zwischen der Oberschule und der benachbarten Werkstatt. Schüler und Beschäftigte begegnen sich auf Augenhöhe, meint Rohe.

Über die Woche verteilt führten die Achtklässler Interviews mit Mitarbeitern, Gruppenleitern aber auch mit Schülern des vergangenen Projektes. Darin befragten sie alle Seiten nach ihren Erlebnissen und Eindrücken während der Kooperationswoche. Anschließend trugen die Schüler ihre Ergebnisse zusammen und brachten diese zu Papier. Fotos der Schüler und Beschäftigten ergänzen die Informationstafel. Frank Holtmann, Werkstattratsmitglied, unterstützte die Schüler bei ihren Interviews und gab ihnen Tipps. Die gemeinsam erstelle Stellwand soll zum ersten Advent auf dem Weihnachtsbasar der Werkstatt der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Während der Projektwoche sei die anfängliche Angst schnell verflogen, meint Schülerin Julia Meyer. Sie habe dadurch gelernt, Menschen mit Behinderungen respektvoll zu begegnen. Berührungsängste hatte ihre Mitschülerin Alina Danlatschin nicht. Ihre Cousine, so erzählt die 14-Jährige, habe selbst eine Behinderung.

Es sei erstaunlich, welchen respektvollen Umgang Schüler und Beschäftigte miteinander pflegen, meint Sozialpädagogin Sonja Schulz. Sie betreut das Projekt seitens der Werkstatt. Die Schüler erfahren zudem, welche Arbeit die beschäftigten der Einrichtung leisten, sagt die Sozialpädagogin. Zwei weitere Projektwochen zu den Themen Musik und Natur folgen noch.