Aschenstedt - Einen sehr positiven Eindruck nahmen die vier Mitglieder der Dötlinger CDU-Ratsfraktion aus dem Kindergarten Aschenstedt mit. „Wir wollten uns einfach mal wieder ein Bild von der Lage machen“, sagte Anke Spille, die mit ihren Fraktionskollegen von Kindergartenleiterin Uschi Skerka-Wach durch die Räume der kleinen Kita an der Aschenstedter Straße geführt wurde.
Seit 30 Jahren gibt es den Kindergarten der Eltern- und Kinderinitiative e.V. im Haus der alten Dorfschule. „Anfangs saß ich noch auf einer Apfelsinenkiste“, erinnert sich Mitgründerin Skerka-Wach. Gemeinsam mit Kollegin Susanne Kleemann betreut sie 18 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Dadurch sei eine ganz individuelle Betreuung möglich. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Gemeinde ein so vielfältiges Angebot an Kindergärten anbietet“, sagte Gernot Kuhlmann im Hinblick auf die Wahl zwischen zwei kommunalen Kindergarten, einem kirchlichen und dem freien Kindergarten Aschenstedt. Mit rund 60 000 Euro wird dieser von der Gemeinde jährlich unterstützt.
In Aschenstedt legen die Eltern selbst Hand an. Neben Reparaturarbeiten oder der Pflege/Instandhaltung der Außenanlage und des Parkplatzes beteiligen sich pro Monat je zwei Elternpaare an den Putzarbeiten. Auch die Hochebene aus Holz in einem der Differenzierungsräume ist von Elternhand gebaut.
Von 7.30 bis 13 Uhr können die Kinder betreut werden. Im Anschluss bestehe die Möglichkeit, dass die Kinder per Taxidienst zum Hort nach Dötlingen für die Nachmittagsbetreuung gefahren werden, erläutert Diplom-Sozialpädagogin Kleemann. Auch mit den Grundschulen arbeite man eng zusammen. Einmal pro Woche fahren die Kindergartenkinder für zwei Stunden zur Grundschule Dötlingen. Die angehenden Schulkinder zwischen fünf und sechs Jahren bekommen in der Bibliothek einen Eindruck vom Schulunterricht, beschäftigen sich in Abstimmung mit den Lehrern zum Beispiel mit den Zahlen von 1 bis 10, dem Alphabet oder lernen den eigenen Namen zu schreiben. Der jüngere Nachwuchs betätigt sich derweil in der Sporthalle.
Auch die Sprachförderung wird großgeschrieben. Dreimal pro Woche kommt eine Lehrerin der Grundschule in den Kindergarten, um mit den Kindern mit erhöhtem Förderbedarf zu arbeiten. Auch mit Logopädinnen arbeitet man zusammen. Einmal pro Woche liest zudem eine ehemalige Lehrerin den Kindern vor. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer derzeitigen Situation“, sagt Leiterin Skerka-Wach. Drei freie Plätze gibt es noch für das kommende Kindergartenjahr (Anmeldefrist: 28. Februar).
