Abbehausen - Hochzeiten, Wechsel der Wohnorte, Krankheiten und Todesfälle haben Helmut F. Busjahn die Suche nach seinen früheren Klassenkameraden nicht leicht gemacht. Doch sein Einsatz hat sich gelohnt: Nach einjähriger Recherche konnte er 29 von 39 ehemaligen Schülern der Jahrgänge 1948/1949 wiedervereinen. Die Absolventen der Volksschule Abbehausen haben sich jetzt im Butjadinger Tor getroffen.

Sie wurden im März 1964 nach neun Jahren Schulzeit vom damaligen Schulleiter Hermann Bertz entlassen. 1969 sahen sie sich erstmals wieder, dann noch einmal 1983. Seitdem gab es jedoch, um einen Begriff aus der Schulzeit zu bemühen, eine große Pause.

Der damalige Klassensprecher Helmut Busjahn – seine Eltern betrieben von 1955 bis 1965 in der Butjadinger Straße einen Kolonialwarenladen, eine Eisdiele und waren auf den Volks- und Schützenfesten rund um Butjadingen mit einer Eisbude vertreten – übernahm vor einem Jahr von seinem jetzigen Wohnort Garbsen-Hannover die Initiative und hatte mit anderen Ehemaligen vor Ort fast alles recherchiert, was mit den aktuellen Hilfsmitteln herausgefunden werden konnte.

Trotz Ferienzeit konnten die Ehemaligen einen Gang durch die Schule unternehmen. Der Abriss des ganz alten Schulgebäudes, dort wo jetzt der Bus hält, war vielen noch nicht bekannt. Und die in der Zwischenzeit errichtete Küche sowie die Räume für den Chemie-, Physik-, Hauswirtschafts- und Werkunterricht waren zumindest den von auswärts kommenden Ehemaligen neu. „Hier sind unsere Steuergelder sehr gut angelegt worden“, sagte ein Gast.

Große Freude bereitete der Gruppe auch der Besuch des Historischen Kaufhauses. Drei Mitglieder des Freundeskreises führten die Ehemaligen durch diese einmalige Sammlung von inzwischen 161 Jahren Handelskultur.

Helmut Busjahn hatte dann noch eine Überraschung parat: Er zeigte seinen ehemaligen Mitschülern per Beamer Fotos aus früheren Zeiten. Zusammen mit den Bildern von diesem Treffen bekommen die Teilnehmer diese gesammelten Werke auf einem Datenträger geschickt. Einig waren sich alle, dass das nächste Treffen nicht erst wieder nach 31 Jahren, sondern – nicht zuletzt aus biologischen Gründen – schon in drei Jahren stattfinden soll.