GROßENKNETEN/AHLHORN - Vier Jahre lang war Jutta Klages die Leiterin der Graf-von-Zeppelin-Schule in Ahlhorn. Jetzt sagt sie „Auf Wiedersehen“ und verabschiedet sich in Richtung Edewecht, wo sie zukünftig die erste Geige an einer Haupt- und Realschule spielen wird. Die Herausforderung, die Leitung einer Ganztagsschule mit rund 1000 Schülern und 70 Lehrern zu übernehmen, hat sie gereizt.
Die 40-Jährige hat seit fünf Jahren an der Graf-von-Zeppelin-Schule gearbeitet, davon stand sie vier Jahre lang am Steuerrad der Schule. 2004 wurde ihr Josef Kubiak als Konrektor an die Seite gestellt. Der übernimmt jetzt die kommissarische Leitung der Haupt- und Realschule, bis ein neuer Schulleiter gefunden ist. Konrektoren sind Holger Bruser und Johanna Lohmöller. Eigentlich soll der Chefsessel zum 1. Februar 2008 neu besetzt werden. Ob das klappen wird, steht in den Sternen: Auf die Stellenausschreibung im Juni im Schulverwaltungsblatt haben sich bisher noch keine Bewerber gemeldet.
Jutta Klages macht sich aber keine Sorgen darüber, dass nun im Schulbetrieb irgendetwas schief laufen könnte: „Ich gehe ruhigen Gewissens: Die Strukturen sind gefestigt und die kommissarische Leitung ist gut.“ Klages hat sich während ihrer Tätigkeit um eine starke Berufsbezogenheit der Ausbildung an der Schule bemüht. Auch die Bedürfnisse von Kindern aus sozialschwachen Familien waren ihr ein wichtiges Anliegen: „Man muss Strukturen schaffen, die diese Kinder auffangen.“
Jutta Klages freut sich auf ihren neuen Job im Ammerland, lebt sie doch in Wiefelstede und fühlt sich mit der Region verwachsen. Vermissen werde sie aber dennoch einiges: Das „hervorragende, zuverlässige Verwaltungsteam“ beispielsweise, das Kollegium und vor allem „den großzügigen Schulträger“. Der Draht zum Schulträger sei immer kurz, die Zusammenarbeit stets gut gewesen.
Glück, Erfolg und Gesundheit wünschten Bürgermeister Volker Bernasko, Klaus Bigalke, Erster Gemeinderat und Schulamtsleiter sowie Rainer Hollje, Stellvertretender Haupt-, Personal- und Schulamtsleiter, Jutta Klages für ihre neue Stelle.
Eine engagierte Schulleitung wünschen sich alle drei weiterhin für die Graf-von-Zeppelin-Schule: Der Kandidat sollte aber möglichst in der Gemeinde wohnen oder in die Gemeinde ziehen, so Bernasko. Dadurch solle eine möglichst enge und dauerhafte soziale Bindung zwischen Rektor, Schülern und Eltern entstehen.
Die Schule soll über Jahre hinweg grundsaniert werden
