Großenkneten - Der Bau einer Krippe in Großenkneten ist nach Ansicht von Kindergartenleiterin Rosemarie Pfeifer ein wichtiges Zeichen an die Eltern in Sachen Kinderbetreuung. Während in Ahlhorn, Huntlosen und Sage bereits Krippen existieren, gibt es noch keine im Hauptort Großenkneten.
In einem Informationsgespräch mit Mitgliedern der FDP Großenkneten stimmte die Regenbogenland-Leiterin mit der Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Gemeinderat, Imke Haake, überein, dass nun auch noch die Lücke in der nachschulischen Betreuung geschlossen werden sollte. Einen Hort gibt es seit Jahren an den Grundschulen in Ahlhorn und Huntlosen, aber nicht in Großenkneten.
Erster Gemeinderat Klaus Bigalke bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Umfragen unter den Eltern gegeben und durchaus Interesse bestanden habe. Als es jedoch konkret geworden sei, seien nur noch drei Kinder übrig geblieben – zu wenig für einen Hort.
„Die nachschulische Betreuung in Großenkneten ist nicht ausreichend“, meinte Pfeifer. Auch Haake und Bigalke berichteten davon, dass sie immer wieder auf den Wunsch nach einem Hort angesprochen würden.
„Zum nächsten Schuljahr klappt es wohl nicht mehr“, meinte Haake. Aber die Gemeindeverwaltung wolle für das Schuljahr 2020 einen neuen Anlauf nehmen. Das bestätigte der Erste Gemeinderat.
Im Ahlhorner Hort werden 16 Mädchen und Jungen montags bis freitags nach der Grundschule bis 16.30 Uhr betreut, in Huntlosen zehn Kinder bis 17 Uhr. Ein Aspekt dabei ist die Hausaufgabenhilfe. Für die Betreuung und das Mittagessen müssen die Eltern zahlen.
Im Gegensatz zum nun kostenfreien Kindergarten müssen die Eltern auch für die Betreuung in der Krippe zahlen. Die Bauarbeiten für die neue Krippe am Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten sollen in diesem Jahr beginnen. Träger wird wie beim benachbarten Kindergarten Regenbogenland die evangelische Kirchengemeinde sein. „Es werden aber zwei getrennte Einrichtungen“, erklärte Kita-Leiterin Pfeifer. Die Gemeinde hat die Kosten mit 819 000 Euro veranschlagt. „Mit der neuen Krippe können wir den momentanen Bedarf in Großenkneten decken“, so Klaus Bigalke zu unserer Zeitung.
In einem zweiten Bauabschnitt soll der Kindergarten erweitert werden. Kosten: 629 000 Euro. „Wir bekommen eine Mensa, einen Betreuungsraum für Kleingruppen und ein Mitarbeiterzimmer“, sagte Pfeifer, die seit 22 Jahren im „Regenbogenland“ arbeitet. In fünf Gruppen werden insgesamt zwischen 105 und 110 Kinder betreut. Eine Gruppe davon ist eine Ganztagsgruppe, eine weitere eine Integrationsgruppe.
Der Kindergarten war 1973 gebaut sowie im Jahr 2001 saniert, umgebaut und erweitert worden, so Pfeifer. Für Imke Haake und ihre FDP-Kollegen ist klar: „Mit der neuen Krippe und der Erweiterung des Kindergartens wird der Kita-Standort Großenkneten zukunftsorientiert aufgestellt.“ Damit werde der Gedanke „Großenkneten als kinderfreundliche Kommune“ untermauert.
