Großenkneten/ - Die Tschernobyl-Initiative Großenkneten möchte im Sommer wieder weißrussische Kinder einladen. Sie kommen zum Beginn der Sommerferien für rund drei Wochen in die Gemeinde, teilt Sigrid Nolte mit.
„Immer wieder hören wir, dass das heute nicht mehr nötig sei, da die Tschernobyl-Katastrophe schon 33 Jahre her ist“, berichtet sie. Aber das sei nicht richtig. Die Radioaktivität bleibe teilweise sehr lange in den Böden. Viele Familien ernährten sich aus wirtschaftlichen Not heraus aus ihren eigenen Gärten. Dadurch werde auch immer wieder Strahlung aufgenommen. Hinzu komme, dass die jungen Leute, die heute Kinder bekommen, durch die Verstrahlung häufig veränderte Gene hätten, die vererbt würden.
„Wir können den Kindern hier einen schönen Aufenthalt bieten, der in ihrer Heimat nicht möglich wäre. Gleichzeitig können wir durch gesundes Essen und gute Luft ihr Immunsystem stärken, das oft geschwächt ist“, so Nolte, Kinder, die schwerwiegende Krankheiten haben, könne die Tschernobyl-Initiative nicht einladen, da sie unter ärztlicher Aufsicht sein müssten.
Die Initiative sucht Familien, die sich vorstellen können, ein oder zwei Kinder aufzunehmen. „Die Kosten für Reise und Versicherungen übernehmen wir. Auch für Ausflüge sorgen wir“, so Nolte.
Die Tschernobyl-Initiative existiert seit 1992. Sie ist unter dem Dach der evangelischen Gemeinde Großenkneten aktiv. Viele Kinder seien noch als Erwachsene in Kontakt mit ihren Gastfamilien. „Wir haben viele russischsprechende Menschen unter den Gastgebern. Das ist sehr gut, aber auch deutsche Familien kommen zurecht“, so Nolte.
Am Mittwoch, 6. Februar, findet um 19.30 Uhr ein Informationsabend im Karkenhus Großenkneten statt. Telefonisch gibt Sigrid Nolte unter
