GROßENKNETEN - Seit 25 Jahren gibt es eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde Großenkneten und der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), den Menschen Bildungsangebote vor Ort zu machen. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt und wird durch eine frisch vom Großenkneter Verwaltungsausschuss abgesegnete Vertragsverlängerung fortgesetzt. Grund genug für eine kleine Feier.
„Es ist richtig, dass die Gemeinde gesagt hat, wir müssen ein solches Angebot vor Ort haben“, gratulierte Landrat Frank Eger. Gemeindedirektor a. D. Herbert Wolff, der ebenfalls zur Feierstunde bei Kempermann gekommen war, brachte vor 25 Jahren den Stein ins Rollen, wie es Bürgermeister Volker Bernasko nannte. Mit Erfolg.
Die Erwachsenenbildung in der Gemeinde Großenkneten zu fördern und auszubauen, sei in den vergangenen Jahren wunderbar gelungen, betonte LEB-Kreisvorsitzende Andrea Naber. „Die LEB hat das Know-how, die Kurse anzubieten, und die Gemeinde unterstützt dieses finanziell und mit der Bereitstellung von Seminarräumen.“ Gerade in jüngster Zeit, so Naber, sei in der Gemeinde viel für die Integration der ausländischen Mitbürger getan worden. Auch in diesem Bereich gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit mit der LEB.
Hoher Ideenreichtum
Erfreut über das gute Zusammenwirken von LEB und Gemeinde zeigte sich der Direktor der LEB Niedersachsen, Walter Lehmann, der gemeinsam mit dem Weser-Ems-Regionalleiter Friedrich Reuter gratulierte. Lehmann bezeichnete das Erwachsenenbildungsangebot vor Ort als einen wichtigen Baustein kommunaler Daseinsvorsorge und Zukunftsgestaltung und bescheinigte der LEB in Großenkneten einen hohen Ideenreichtum.
„Hier wird gute Arbeit geleistet, vor allem solide Arbeit“, stellte Eugen Gehlenborg fest. Der frühere LEB-Bereichs- und Regionalleiter arbeitet heute im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Man müsse den Menschen die Chancen zum lebenslangen Lernen geben, sagte Gehlenborg. Auf ehrenamtlicher Basis werde in Großenkneten ein attraktives Angebot unterbreitet. Gehlenborg dankte der bisherigen LEB-Vorsitzenden Ursula Rüther (83) und der Geschäftsführerin Isolde von der Dovenmühle (87). „Diese Menschen, die sich so einsetzen, die brauchen wir“, betonte Gehlenborg.
„Ihr habt die LEB hier in Großenkneten mit Leben gefüllt und habt sie zu dem gemacht, was sie heute ist“, hatte zuvor Andrea Naber erklärt.
Wie dieNWZ
berichtete, haben Ursula Rüther und Isolde von der Dovenmühle ihre Ämter, die sie seit dem 20. Februar 1988 inne hatten, kürzlich in jüngere Hände abgegeben. Gesa Hellbusch ist neue Vorsitzende, Yvette Kühl übernimmt die Geschäftsführung. „Zum Glück ist es uns gelungen, zwei Damen zu finden, die den Mut haben, in eure riesigen Fußstapfen zu treten“, meinte dazu Andrea Naber.Sieben Tage die Woche
Es gab Blumen und Präsente für das „Bildungs-Tandem“, wie Eugen Gehlenborg Ursula Rüther und Isolde von der Dovenmühle nannte. Beide hätten sich in ganz hervorragender Weise engagiert, stellte LEB-Direktor Lehmann fest. Er bescheinigte Ursula Rüther Leidenschaft, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen. Isolde von der Dovenmühle, die krankheitsbedingt an der Feier nicht teilnehmen konnte, bescheinigte Lehmann große Zuverlässigkeit und Ideenreichtum. Wichtig sei ihr immer der Kontakt zu den Kursteilnehmern gewesen. Sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, war sie die telefonische Ansprechpartnerin gewesen. Ein Dank ging auch an ihren Sohn Heiner Harder, der in den vergangenen Jahren im Hintergrund viel Arbeit übernahm.
Das neue LEB-Team arbeitet jetzt mit viel Einsatz am neuen Halbjahresprogramm, wie LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper berichtete. Dabei kann die Erwachsenenbildung sich auch auf eine große Zahl treuer Dozenten verlassen. Drei Dozentinnen, Ursula Ernst, Christa Elsen und Renate Schulz, sind sogar seit 25 Jahren dabei.
