GROßENKNETEN - Mit einem Antrag der Initiative Kaktusblüte wird sich die Gemeinde Großenkneten demnächst zu befassen haben. Während der Sitzung des Präventionskreises im Rathaus in Großenkneten berichteten die Arbeitsgruppe „Leitlinie Sucht“ und die AG „Kriminalität-Gewalt-Sucht“ aus ihrer Arbeit.
Wilhelm Niehoff, Polizist und Sprecher der AG „Kriminalität-Gewalt-Sucht“, berichtete über die Begehungen in Ahlhorn und Ergebnisse zum Thema „Städtebauliche Prävention“. Inhaltlich ging es darum, dass zunächst die „Brandherde“ verschiedener „Jugendtreffs“ an öffentlichen Plätzen erfasst wurden. Daraus soll dann eine eventuelle bauliche Veränderung resultieren, um die Gelegenheiten für die nicht gewünschten Treffs einzuschränken.
Niehoff sprach dabei den Kreuzungsbereich Wildeshauser Straße/Zeppelinstraße/Am Lemsen an. Hier geht es um die beiden Bushaltestellen und dort vorhandene Ruhebänke. Oftmals treffen sich hier die Jugendlichen unter Alkoholeinfluss. Dem soll künftig mit baulichen Änderungen entgegengewirkt werden, wenn es nach dem Willen des Arbeitskreises und damit der Initiative Kaktusblüte geht. Weitere neuralgische Orte sind die Sportplatzfreifläche in Ahlhorn und der Dorfplatz. Ferner wurde festgestellt, dass es wünschenswert sei, einen Streetworker arbeiten zu lassen. Anregungen, die nun die Gemeinde und Politiker beschäftigen werden.
Der Bericht aus der AG „Leitlinie-Sucht“ gab einen Überblick über die Initiative der Schulelternschaft. Vor kurzem tagte der Gemeindeelternrat vor dem Hintergrund, dass der Nachwuchs immer früher mit Rauchen, Trinken und anderen Drogen anfange. Dahinter steht auch die Antwortsuche auf die Frage „Woher kommt so etwas?“. In der Arbeitsgruppe war man sich einig, dass dieses Thema an den Grundschulen tabu sei, obwohl es gerade hier oftmals auch schon erste Fälle geben würde. Schwerpunkt der Arbeitsgruppe wird eine Veranstaltung sein, in der Eltern und Lehrer angesprochen und für das Thema sensibilisiert werden sollen. Letztendlich soll die Problematik dann über die Schulelternräte in die Schulen getragen werden.
Eingangs hatte die Streitschlichterin und Lehrerin Tanja Meyer-Ricking die durch die Initiative unterstützten Streitschlichterseminar an der Graf-von Zeppelin-Schule bzw. dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn vorgestellt. Pro Jahr werden 16 Streitschlichter aus der Schülerschaft in zwei Blockseminaren und einer 14-tägig stattfindenden Arbeitsgemeinschaft im ersten Ausbildungsjahr gefördert.
