Zetel - Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Zetel spricht sich für eine Gründung einer IGS in Zetel aus. Dies haben Mitglieder der Fraktion jetzt in einer Presseerklärung herausgestellt.
„Kommunalpolitiker aus Bockhorn und Varel haben fraglos das Recht, ihre Sorgen um die Zukunft der Schulen in ihren Kommunen zu artikulieren“, meinte der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Zetel, Wilhelm Wilken, auf die Kritik von Hergen Eilers (CDU), Varel, und Thorsten Krettek (CDU), Bockhorn, an den Plänen zur Gründung einer Integrierten Gesamtschule in Zetel. „Doch mit dem gleichen Recht werden wir, Bündnis 90/Die Grünen, die Planungen zu einer solchen Schulform unterstützen. Dem Willen der Eltern in Zetel, die sich mit großer Mehrheit für die Umwandlung der HS/RS in eine IGS ausgesprochen haben, muss Rechnung getragen werden. Die Schule hat sich auf diesen Weg gemacht.“
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Stefan Martens, ergänzte: „Wir sind froh, dass die Schlechterstellung zur Gründung von Integrierten Gesamtschulen durch die neue Landesregierung abgeschafft wird. Wir haben den Willen zur IGS in unserem Kommunalwahlprogramm fixiert und begrüßen nun eine baldige Umsetzung dieses Vorhabens. Andere Schulformen sind im Landkreis verteilt. Warum sollen Schüler und Schülerinnen der IGS, wie es derzeit der Fall ist, weite Wege auf sich nehmen?“
Jürgen Konrad, ebenfalls für die Grünen im Gemeinderat, merkte an: „Eine gründliche Schulentwicklungsplanung durch den Schulträger, also den Landkreis, ist unbedingt notwendig. Um diese Entwicklungsplanung auch fortzuschreiben, ist ausreichend Zeit einzuräumen, um zum Beispiel umfassende Informationsveranstaltungen, Bedarfsermittlungen und eine gemeinsame Planungsgruppe zu installieren. Allerdings sollte die Gründung der IGS Zetel in absehbarer Zeit erfolgen“, so Konrad.
„Selbstverständlich stehen die verschiedenen Schulformen in qualitativer, inhaltlicher und pädagogischer Konkurrenz. Das muss aber kein Nachteil sein, insbesondere nicht für die Schüler.“
Wilken erklärte abschließend: „Der demografische Wandel hat definitiv Auswirkungen auf unsere Schullandschaft. Die Aussage von Herrn Krettek, „ohne Schule kein Dorf“, klingt zwar einprägsam, hilft aber nicht weiter. Wir dürfen nicht zu kleinräumig denken. Kooperieren und ergänzen statt entgegnen und abgrenzen sollte die Devise heißen.“
