Augustfehn - Groß war die Freude bei Rat und Verwaltung sowie bei Lehrkräften und Schülern der Oberschule Augustfehn und vielen Eltern, als die Landesschulbehörde Osnabrück Ende November ihr „Ja“ gab: Das Schulzentrum im Fehnort wird im Sommer nächsten Jahres zur Integrierten Gesamtschule (IGS). Aufsteigend ab Klasse 5 werden an der Schulstraße IGS-Schüler unterrichtet.

„Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit für die Umwandlung der Schule“, hatte Apens Bürgermeister Matthias Huber seinerzeit gesagt. Um die vielfältigen organisatorischen Vorarbeiten zu leisten, werden gleich zwei Arbeitskreise gegründet: Zum ersten gehören Vertreter der Schule, der Landesschulbehörde und der Aper Gemeindeverwaltung, zum zweiten Vertreter der Schule, Mitglieder der Gemeindeverwaltung und Aper Kommunalpolitiker.

Man wolle durch den zweiten Arbeitskreis sicherstellen, dass Kommunalpolitiker unmittelbar beteiligt seien, wenn es um die Raumsituation, um mögliche Umbaumaßnahmen in der Schule und um die Ausstattung der neuen IGS gehe – schlicht, um alles was der Gemeinde Geld koste, heißt es aus dem Rathaus. Schließlich müsse der Gemeinderat solche Ausgaben letztendlich beschließen. Als Mitglieder des kommunalen Arbeitskreises wurden während der jüngsten Ratssitzung aus der Gruppe SPD/UWG/CDU die Ratsherren Volker Martz, Björn Meyer, Hartmut Ort und Holger Mundt gewählt und aus der Gruppe Grüne/Linke Torsten Albrecht. Das erste Treffen soll im Januar sein.

Ausgesprochen hat sich der Rat auch dafür, dass man sich bei der Ganztagsbeschulung der IGS an den Schulgremien orientieren werde. Derzeit werde die offene Ganztagsschule favorisiert, das heißt, das IGS-Schüler entscheiden könnten, ob sie Ganztagsangebote nutzen wollten.

Wie Doris Siefert, stellvertretende Leiterin für den Fachbereich Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen, ergänzte, könnten Eltern von außerhalb, deren Kinder die IGS Augustfehn besuchen sollen, bereits jetzt ihr Interesse in der Oberschule bekunden; eine Entscheidung über die Aufnahme ihrer Kinder in die IGS falle jedoch erst im ersten Halbjahr 2017. Schüler aus der Gemeinde Apen, die zur IGS wollten, müssten aufgenommen werden.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede