Kampe - Kräftig drückt die neunjährige Jasmin den Brustkorb der Plastikpuppe vor ihren Knien herunter. Ihre Mitschüler stehen um sie herum und schauen gespannt zu. Jeder möchte einmal die Herz-Lungen-Wiederbelebung an dem Dummy ausprobieren. Denn an diesem Tag steht bei den 27 Dritt- und Viertklässlern der Grundschule Kampe ein Erste-Hilfe-Kursus auf dem Stundenplan.
Carsten Schlimbach und Konstantin Ripken vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Friesoythe zeigen den Kindern die stabile Seitenlage, einen Defibrillator und erklären den Schülern, wie sie sich in einer Notfallsituation verhalten sollten. Auch in den Krankenwagen dürfen sie einsteigen. Dort zeigt Rettungssanitäter Schlimbach, wie Halswirbelsäule oder Unterarm fixiert werden. Zudem veranschaulicht Ripken den Kindern anhand einer Vakuummatratze auf einer Trage, wie das Becken und die Wirbelsäule eines Patienten ruhig gestellt werden.
Bei den Grundschülern kommt der Besuch der beiden Männer vom DRK sehr gut an. Der hohe Praxisanteil gefällt auch Sina (9): „Es hat mir sehr gut gefallen. Sie haben uns erklärt, was wir machen müssen, wenn jemand nicht atmet. Das fand ich ganz gut – und dass wir uns den Krankenwagen anschauen durften.“
Im Rahmen des Sachkundeunterrichts hatten sich die Schüler bereits im Vorfeld mit dem Thema Erste Hilfe beschäftigt. Praxisorientiert legten sie sich unter der Leitung von Referendarin Martina Schild, die selbst Erste-Hilfe-Ausbilderin beim DRK ist, gegenseitig Verbände an. „Die Schüler waren sehr interessiert“, resümiert Sachunterrichtslehrerin Sabine Schneider-Siems, die ebenfalls die Unterrichtseinheit betreute.
