Nordenham - „Es hat voll Spaß gemacht, aufs Gas zu treten“, sagte der siebenjährige Paul, als er aus dem Mini-Auto ausstieg und sich wieder am Ende der Schlange anstellte. In der Sankt-Willehad-Schule standen am Freitag praktische Übungen in Verkehrserziehung auf dem Stundenplan.
Auf Einladung des Schulfördervereins hatte der Junior-Motor-Park aus Bremen einige seiner Mini-Autos nach Nordenham gebracht und dort einen kleinen Parcours aufgebaut, komplett mit Ampeln und Zebrastreifen. Alle Klassen der Grundschule sowie acht Kinder aus der Vorschulgruppe der Kindertagesstätte St.-Willehad durften die Autos ausprobieren. Die Kita-Kinder waren allerdings nur als Beifahrer dabei.
Im Unterricht vorbereitet
„Die Klassenlehrer haben die Kinder im Unterricht vorbereitet, so dass die wesentlichen Verkehrsschilder bekannt sind“, erzählte Rektorin Elisabeth Tappe. Aufgeteilt in drei Gruppen konnten alle Grundschulklassen über den Vormittag verteilt mit den Mini-Autos durch den Parcours flitzen.
Dabei fiel zwar das eine oder andere Verkehrshütchen um, wenn die Mädchen und Jungen auf ihrer Fahrt die Kurve zu eng genommen hatten, und es gab kleinere Auffahrunfälle, doch im Großen und Ganzen meisterten die Kinder den Parcours schon wie richtige Autofahrer. „Es hat mir gut gefallen. Am besten fand ich, dass man auch auf die Schilder aufpassen musste“, sagte die siebenjährige Mia.
Nach Zusammenstößen stoppten die Mitarbeiter des Motorparks die Fahrt und klärten die Schüler noch einmal über die Verkehrsregeln auf, bevor sie die Strecke s wieder freigaben. Alle Kinder gingen natürlich nur mit Helm an den Start. In den Mini-Gefährten mussten sie sich – wie im richtigen Auto – anschnallen. Die Vorschüler trugen außerdem Warnwesten.
Zum ersten Mal
„Das ist das erste Mal, dass wir die Autos hier haben. In den letzten Jahren waren sie in der Grundschule in Abbehausen, dieses Jahr wollten wir schauen, ob das auch etwas für unsere Schule wäre“, sagte Pamela Schneider, Vorsitzende des Fördervereins St.-Willehad-Schule. Womöglich findet die Veranstaltung fortan jedes Jahr statt.
„Gleichzeitig zu fahren und auf die Schilder zu achten, schult die Koordination“, sagte sagte Schulleiterin Elisabeth Tappe. In den 3. und 4. Klassen werde dies auch durch bei den Fahrradprüfungen trainiert, während solche Übungen für die Kinder der 1. und 2. Klassen noch zu gefährlich seien. Mit den Mini-Autos konnten sie nun auf einem abgesicherten Parcours am „Straßenverkehr“ teilnehmen.
