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Bildung Grundschule wird nun doch geschlossen

Rahel Arnold

Horumersiel - Die Tage der Grundschule Horumersiel sind gezählt: Einstimmig haben die Mitglieder des Wangerländer Schulausschusses am Dienstagabend für die Schließung der Grundschule zum Schuljahr 2013/14 votiert.

Das Schuleinzugsgebiet soll so angepasst werden, dass die 37 Schüler der Grundschule Horumersiel künftig an der Grundschule Hohenkirchen unterrichtet werden können. Zudem strebt die Gemeinde für die Grundschule Hohenkirchen 2013 und für die Grundschule Hooksiel 2014 einen Ganztagsbetrieb an.

40 Eltern hören zu

Rund 40 Eltern waren gekommen, um sich die Entscheidung des Ausschusses anzuhören. Sie hatten einen Forderungskatalog zur schulischen Zukunft ihrer Kinder aufgestellt. Doch die geforderten drei festen Lehrer für Horumersiel wird es genauso wenig geben wie einen Bestandsschutz, hieß es im Ausschuss. Dies hatte auch die Landesschulbehörde der Gemeinde mitgeteilt. Um den Elternwünschen gerecht zu werden und den Kindern qualifizierten Unterricht zu ermöglichen, bleibe deshalb nur die Schließung der Grundschule.

„Die Bedingungen in Horumersiel sind nicht optimal“, sagte Renate Janßen-Niemann (CDU).

Die Idee der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne, die Grundschule Horumersiel als Nebenstelle der Grundschule Hooksiel weiter zu betreiben (die  berichtete), hatte bei der Landesschulbehörde offenbar ebenfalls für schwerwiegende Bedenken gesorgt.

Obwohl Elternratsvorsitzende Astrid Merbt zuvor noch eine Liste mit 617 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule Horumersiel an Bürgermeister Harald Hinrichs überreicht hatte, gab es seitens der Eltern nach der Abstimmung für die Schließung keinen Protest. Die endgültige Entscheidung zum Schulstandort Horumersiel wird der Wangerländer Rat am 13. Dezember fällen.

Zwei Krippengruppen

Zudem wird die Gemeinde Wangerland zum August 2013 zwei weitere Krippengruppen mit je 15 Plätzen in Hooksiel und Hohenkirchen einrichten. Dem stimmte der Ausschuss zu. Damit verfügt die Gemeinde dann über vier Krippengruppen mit insgesamt 60 Plätzen. Damit sei die Gemeinde gut aufgestellt und der Anspruch auf Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfüllt, sagte Bürgermeister Harald Hinrichs.

Für die Schaffung einer zusätzlichen Krippengruppe im Kindergarten Hooksiel und die nötigen Umbaumaßnahmen sind Hinrichs zufolge bereits 66 000 Euro aus Bundesmitteln bewilligt worden. Damit seien die Kosten gedeckt.

Für einen Anbau an den Kindergarten Hohenkirchen zur Schaffung einer Krippengruppe stellt der Bund Fördermittel in Höhe von 105 000 Euro in Aussicht. Die Kosten für den Anbau beziffert die Gemeinde auf rund 110 000 Euro. Damit müsse die Gemeinde nur einen geringen Anteil finanzieren, so Hinrichs.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, einen Umzug des Kindergartens in die Grundschule Hohenkirchen zu prüfen.

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