Wangerland - Die Jugendpflege Wangerland ist wieder komplett: Seit Jahresanfang leitet Kornelia König (52) das Team. Gemeinsam mit Jörg Westphal und Anja Willms-Janssen macht sie den Jugendlichen im Wangerland Angebote und betreut die Jugendräume in den Dörfern.

Kornelia König war zuvor Bildungsreferentin beim Stadtjugendring Hagen, seit knapp einem Jahr lebt sie im Nordwesten.

In der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses berichtete sie, dass in Hooksiel der Umzug des Jugendraums vom Kindergarten in die Betreuungsräume der Grundschule abgeschlossen ist. Im bisherigen Jugendraum im Kindergarten startet am 1. August eine neue Krippengruppe. Die Jugendlichen wollen den neuen Jugendraum in der Grundschule mit einem Fest einweihen.

Der Jugendraum in Waddewarden dagegen bleibt auch weiterhin geschlossen. Der Treffpunkt für die Dorfjugend war geschlossen worden, weil dort mehrmals randaliert worden war. Sobald sich eine neue Jugendgruppe zusammengefunden hat, soll ein Neuanfang versucht werden.

Vom erfolgreichen Start des Ganztagsangebots an der Tetta-von-Oldersum-Grundschule in Tettens berichtete Schulleiterin Katrin Thiessen: 82 Prozent der Kinder nehmen am gemeinsamen Mittagessen teil, das im „Hof von Wangerland“ täglich frisch gekocht wird (die NWZ  berichtete). „Das läuft hervorragend“, sagte Katrin Thiessen.

Zudem wurde ein zusätzlicher Klassenraum in der Schule geschaffen und zur Betreuung der Kinder in Kleingruppen sollen nochmals Räume entstehen. Weil dafür Lehrerarbeitsplätze wegfallen, ist geplant, für die Lehrer den Dachboden auszubauen. „Zum Teil sind die Lehrerinnen den ganzen Tag in der Schule, um Kinder zu betreuen, deshalb brauchen sie Arbeitsplätze“, begründete Thiessen das Vorhaben. Mit diesem Ausbau seien die Raumkapazitäten der Schule komplett ausgeschöpft.

Sie machte ihren Kollegen von der Grundschule Hohenkirchen und Hooksiel Mut, den Schritt zur Ganztagsschule zu gehen: „Das lohnt sich“, betonte sie.

Die Grundschule Hohenkirchen hat sich bereits auf den Weg gemacht und will ab August 2014 als Ganztagsschule starten, berichtete Schulleiterin Elsbeth Keller. Bis dahin wird dort das Horumersieler Modell übernommen: Nachmittags wird für die Kinder eine Hausaufgabenbetreuung angeboten, eine erforderliche weitere Betreuung übernehmen Tagesmütter.

An der Hooksieler Grundschule dagegen will man sich mit der Einführung des Ganztagsbetriebs noch Zeit lassen, berichtete Schulleiter Harry Hahn. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr den Beschluss gefasst, dass alle drei Wangerländer Grundschulen Ganztagsschulen werden, um gleiche Voraussetzungen an allen Schulstandorten zu schaffen.

Zudem bitten Gemeinderat und Verwaltung die Grundschulgremien darum, sich Gedanken über eine Einführung der jahrgangsgemischten Eingangsstufe zu machen. In dieser Eingangsstufe werden Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet.