Oldenburg - Zum Schuljahresbeginn startet die Grundschule Babenend als siebte von 28 Primarschulen ihr Ganztagsangebot. Sechs der Ganztagsgrundschulen basieren auf dem Konzept der kooperativen Ganztagsbildung, weitere Grundschulen werden in den nächsten Jahren umgewandelt. Schuldezernentin Dagmar Sachse sagte, eine attraktive Stadt brauche „ein Höchstmaß an Familienfreundlichkeit“. Der Oldenburger Weg steche hervor: „Der Schulterschluss mit freien Trägern, Jugendhilfe, Vereinen und nicht zuletzt den Kollegien, den Elternvertretungen und der Politik ist einzigartig“, findet Sachse.

Bereits im Frühjahr hatte die Grundschule Staakenweg ihren Ganztagsbetrieb aufgenommen. Ausgebaut für den kooperativen Ganztagsbetrieb wurden zudem die Grundschulen Nadorst und Donnerschwee (zu 2012/13), Ofenerdiek und Krusenbusch (2013/14). Die Grundschule Ohmstede war zuvor bereits Ganztagsgrundschule.

Jede der sechs Schulen hat eine neue Mensa bekommen. Sachse: „Spezielle Ganztags- und Inklusionsräume sind ein weiterer Ausdruck des ganzheitlichen Ansatzes.“ Rund 4,7 Millionen Euro habe die Stadt schon in Baumaßnahmen investiert, 1,6 Millionen davon in Babenend. Finanziell hinzu kämen in Teilen neues Mobiliar, neue Lernmittel, Medien, Computer und Whiteboards. Derzeit werden in Babenend letzte Arbeiten ausgeführt, die Mensa soll „mit kurzer Verzögerung“ starten. Sie ist auch für weitere Schulveranstaltungen nutzbar.

Leitidee des kooperativen Ganztagskonzepts sei es, so Sachse, „die Vielfalt der Lebens- und Lernangebote förderlich zu entwickeln, Lernmöglichkeiten für Kinder zu verbessern und Eltern durch verlässliche Betreuungsangebote zu unterstützen“ – unter der Verbindung von Schule und Jugendhilfe. Die Zusammenarbeit mit dem Kindertagesstätten- und Beratungs-Verband, dem Verein für Kinder und dem DRK sei „vertrauensvoll“ und „ein großer Gewinn für Oldenburg“. Dazu gehöre auch ein Personalschlüssel, „der zusätzliche Bildungs- und Förderangebote ermöglicht“.

Waren vor Beginn der sechs Ganztagsgrundschulen an den Standorten 192 Kinder an Nachmittagen in Horten betreut, so sind es zum Schulbeginn 2014/15 beinahe fünfmal so viel: 952. Im nächsten Jahr steht der Ausbau der Grundschule Kreyenbrück zur Ganztagsgrundschule an (zum Schuljahr 2015/16).

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg