Ganderkesee - Björn Knölke ist der neue Sozialpädagoge des Gymnasiums Ganderkesee. Am Mittwoch stellte er im Beisein von Landrat Frank Eger und Schulleiterin Dr. Renate Richter sein Programm vor. Knölke und die Schulleiterin haben sich auf die Fahne geschrieben, die Gruppendynamik innerhalb der Klassen an der Schule zu stärken – auch um die Entwicklung des Einzelnen im Team positiv zu beeinflussen. „Es ist wichtig, dass möglichst früh der Teamgeist gestärkt wird“, sagte Knölke. In Gruppenarbeiten sollen die Kinder spielerisch lernen, gemeinsam Lösungen zu finden, ohne Einzelne auszuschließen.
Die Stelle des Sozialpädagogen wurde zum 1. Oktober neu an der Schule eingerichtet. Der Landkreis hatte diesen Entschluss gefasst. „Alle Landkreisschulen haben nun einen Schulsozialarbeiter“, sagte Landrat Frank Eger. Die Stelle in Ganderkesee war der letzte zu besetzende Posten. Rund 250 000 Euro hat der Kreis in die Maßnahme investiert. „Wichtig ist uns das Netzwerk, das die Sozialarbeiter an den Schulen des Landkreises aufbauen sollen. Auch in Zusammenarbeiter mit den Gemeindejugendpflegern und dem Jugendamt“, sagte der Landrat weiter. Themen wie die Aids-Prävention sollen so auf breite Füße gestellt werden.
Seit Dienstbeginn hat der 34-jährige Knölke viel zutun. „Bereits sechs Anfragen für Sozialtrainings in den Klassen habe ich bekommen“, so Knölke. Das läge daran, dass er sich im Lehrerzimmer aktiv an die Kollegen gewandt habe.
Neben den Sozialtrainings und Teambildungsarbeiten ist auch die Moderation von Konflikten und eben der Präventionsbereich Aufgabe des studierten Bildungs- und Erziehungswissenschaftlers. Neben Nikotin- und Alkoholprävention beschäftigt sich Knölke auch mit dem Thema Cybermobbing. „Der Umgang mit den sozialen Netzwerken ist bei den Schülern teilweise sehr locker“, analysierte Knölke, der vor und während seines Studiums im Rettungsdienst in der Wesermarsch gearbeitet hat. Gezielt will er die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Facebook und Co. schulen. „Dazu haben wir ja auch die Methodentage in den fünften und siebten Klassen zum Thema Internet. Auch da wird sich Herr Knölke einbringen“, ergänzte Richter.
Der Schwerpunkt bleibt aber die Gruppenarbeit, die sich bereits auszuzahlen scheint, meinen Knölke und Richter. „In meinen Stunden ist die Reflexion ein wichtiger Punkt“, sagte Knölke. Jede spielerische Aufgabe, die die Klasse löst, wird hinterher besprochen. „Dabei treten auch die sogenannten Außenseiter in den Vordergrund“, sagte Knölke und die Gruppendynamik verändert sich.
