„Liberale warnen vor Schulpolitik mit der Brechstange“, Ð  vom 6. September

Sehr geehrter Herr Heins,

Sie weisen im dem Artikel darauf hin, dass die Schulträger im Kreis erhebliche Mittel in die Schullandschaft investiert haben. Dann verstehe ich nicht, wie Sie es zulassen wollen, so einen Schulstandort, wie Harpstedt, einfach ausbluten zu lassen. Hier wurde immer an den richtigen Stellen investiert. Somit entstand hier eine Schule, die hervorragend ausgestattet ist und vor allem über genügend Räume verfügt. Davon konnten Sie sich selbst überzeugen.

Diese Schule nicht zu nutzen und die Kinder schon nach der 4. Klasse in die weiterführenden Schulen zu verteilen, das sehen wir, die Elterninitiative für die IGS in Harpstedt, als VERANTWORTUNGSLOS!!!

Wir wollen auch nicht die Schüler auf immer mehr Schulen verteilen, im Gegenteil. Wir wollen ja nicht, dass eine neue Schule gebaut wird, wir wollen nur, dass eine bereits sehr gute Schule erhalten bleibt. In Wildeshausen platzen die Schulen aus allen Nähten. Eine IGS in Harpstedt wäre für diese Schulen eine riesige Entlastung und somit könnte man sicherlich größere Investitionen einsparen.

Außerdem haben die Eltern und auch die Kinder ein Recht darauf, ihre Schule frei zu wählen. In dieser Region bleibt uns aber nur die Wahl des dreigliedrigen und ausgedienten Schulsystems. Eine Gesamtschule können wir hier bis jetzt noch nicht wählen. (...) Dieses ist aber der Wunsch vieler Eltern.

Auf dem FDP-Treffen in Harpstedt hat Frau Brunkhorst uns doch noch so vorgeschwärmt vom ach so durchlässigen dreigliedrigen Schulsystem, bei dem man doch auch nach der 9. oder 10. Klasse noch auf ein Gymnasium wechseln kann. Warum also keine IGS ohne Oberstufe? Die Schule schon im Voraus zu verhindern, das halten wir für verantwortungslos gegenüber den Eltern der Samtgemeinde Harpstedt, Wildeshausen und Dötlingen.

Tanja KoutianidisMichaela Claußen       (Elterninitiative für eine IGS          in Harpstedt), 27243 Harpstedt