Hude - Wie fühlt es sich an, in einem Pflegebett zu liegen? Wo lauern Sturzgefahren für Gehbehinderte? Was, wenn ein geschwächter und kranker Mensch weder trinken, noch essen will? Und wohin bei all diesen schwierigen Anforderungen mit den eigenen Sorgen?
In einem Basiskursus der AOK-Gesundheitskasse in der Diakonie-Sozialstation Hude, Parkstraße 52, lernen pflegende Angehörige, wie sie mit neuen Aufgaben und Herausforderungen zurecht kommen.
An acht Nachmittagen schulen die Krankenschwestern Imke Högermann, als Lehrerin für Pflegeberufe und Elisabeth Loch, Leiterin der Huder Diakoniestation, die Teilnehmer in den wichtigsten Grundkenntnissen beim Versorgen ihrer erkrankten Lieben. Der Lehrgang beginnt mit einer Beratung zu den verschiedenen Möglichkeiten: wie werden Anträge gestellt, welcher Hilfsbedarf besteht, was braucht der Betroffene.
Zwischen dem 8. März und 6. Juni sind Krankenpfleger zu Gast, die verschiedene Hilfsmittel, wie Rollatoren vorstellen, der richtige Umgang mit Medikamenten, Verhalten bei Schwierigkeiten mit der Nahrungsaufnahme, Inkontinenz und wichtige Tipps zum Vorbeugen von Stürzen werden behandelt.
Vor allem aber, betont Elisabeth Loch, sei der Kursus eine Art Selbsthilfegruppe, die zum Erfahrungsaustausch Betroffener genutzt würde. Bereits zum zehnten Mal bietet sie den kostenlosen Lehrgang an. „Einige Teilnehmer kommen, um sich im Vorfeld auf die Situation im Alter vorzubereiten, andere haben schwer kranke Lebenspartner Zuhause und nicht wenige „sind damit alleine überfordert“, berichtet die 45-Jährige.
Ein wichtiges Anliegen sei ihr, die Scheu vor Fragen zu nehmen – „man muss nicht alles alleine schaffen.“
Auch außerhalb der Schulung stünde die Diakonie jedem Angehörigen beratend zur Seite – „Wir wollen den Alltag erleichtern“, fasst sie zusammen.
Für Fragen und Anmeldungen steht sie unter
