Wenn die Elmeloher und Almsloher Dorfgemeinschaft etwas macht, dann geht das in der Regel etwas über das normale Maß hinaus. Ob das Engagement für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses oder eben die jährliche Radtour – beides ist beeindruckend. Fast 100 Dorfbewohner hatten sich am Sonntagmorgen auf ihre Räder geschwungen, um unter Leitung von Anni Schlüter den Norden der Gemeinde zu erkunden. 16 Senioren fuhren in einem Kremser vorweg. Auf der Strecke hatte die Gästeführerin viel Interessantes zu erzählen – über das Berufsförderungswerk, Stedingsehre, Neuenlande, Nutzhorn und und und. Auch der Vorsitzende des Heimat- und Ortsvereins, Reinhard Siemer, zog nach der Rückkehr ins Dorfgemeinschaftshaus, wo der Sonntag mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken ausklang, ein positives Fazit: „Viele Teilnehmer, gute Laune, keine Platten und keine Stürze.“
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Mit dem Rad unterwegs gewesen ist auch die Ganderkeseer FDP. Da sich die Liberalen allerdings den Sonnabend ausgesucht hatten, mussten sie unterwegs so manchen Regenguss über sich ergehen lassen. Irgendwie passte das ja auch zum Thema der Tour. Die begann unter Leitung von Gästeführerin Doris Lührsen am Regenrückhaltebecken in Schlutter. Dort gab Ochtumverbandsvorsteher Heiko Stubbemann einen Überblick über den Bau der nördlichsten Talsperre Deutschlands. Über die „Jägerklause“ führte der Weg der Liberalen schließlich nach Schönemoor. Auf dem Platz der „Bad Ballz“ ließen sich die Politiker von Jens Busch aus erster Hand über das Spiel „Paintball“ informieren (ovales Bild). Denn: „Das Problem ist, dass viele darüber reden, sich das aber nie angeschaut haben“, meinte Landtagsabgeordneter Christian Dürr angesichts von Verbotsforderungen aus Reihen von Politikern.
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Die Schlüssel für ein neues Werkstattfahrzeug für die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Ganderkesee hat deren Leiter Gerd Wiechmann entgegengenommen. Der neunsitzige VW Crafter, der vom Autohaus Hoppe in Ganderkesee „endausgerüstet“ und zum Beispiel mit Funkantenne oder Funkgerät versehen wurde, ersetzt einen zwölf Jahre alten Mercedes Sprinter. Alles inklusive kostet das Fahrzeug etwa 45 000 Euro, sagte Wiechmann, dem der Wagen von Hoppe-Geschäftsführer Michael Baum und Thomas Schleßier (Verkauf) übergeben wurde.
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Einen Schlüssel fürs Feuerwehrauto wurde den „Wühlmäusen“ zwar nicht ausgehändigt. Probesitzen durften die Elmeloher Kindergartenkinder beim Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor allerdings ausgiebig. Betreuer der Jugendfeuerwehr haben den Kindern ihre Ausrüstung gezeigt und ihnen Feuerwehrhelme und Einsatzjacken angezogen. Auch gaben sie wichtige Tipps zum richtigen Verhalten in einem Notfall. Höhepunkt aber war das Spritzen mit dem Schnellangriffschlauch.
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Eine gelungene Überraschung hat der Abiturienten-Jahrgang 2009 einer Lehrerin des Gymnasiums bereitet. Die beiden Sprecherinnen Sarah Marie Schüßler und Katharina Hartmann (ovales Bild, v. r.) baten während der Abschlussfeier in der Aula Elke Meer nach vorn. Die Lehrerin für Politik und Deutsch hatte damit ganz offensichtlich nicht gerechnet. Meer teilt das Schicksal der Abiturienten: Sie verlässt die Schule. Im Gegensatz zu den Heranwachsenden hat sie allerdings damit ihr Berufsleben hinter sich. Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich für den guten Unterricht mit einem Blumenstrauß und einem Buchpräsent. Sie schlossen Meer in den Dank an jene Lehrer ein, die ihnen das Leben schwer gemacht und sie durchs Abitur gebracht hatten.
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Gefeiert wurde am Sonnabend auch in Stenum. Und zwar das Sommerfest im Altenheim Waldschlösschen. Die 62 Bewohner, gut 40 Mitarbeiter und rund 150 Gäste ließen sich auch von heftigen Regengüssen nicht die gute Laune verderben. Mussten sie auch nicht, gefeiert wurde nämlich in einem eigens fürs Fest aufgebauten großen Zelt. Dort sorgte unter anderem der Shantychor Bremen-Huchting für „richtig Stimmung“ unter den Bewohnern, wie Einrichtungsleiterin Heinke Schwarze berichtete.
Noch besser wurde die Stimmung allerdings, als Johanna Schulze ihren Mitbewohnern eine Weltpremiere präsentierte. Die 85-Jährige hatte das Waldschlösschen-Lied getextet. Zur Melodie von „Freut euch des Lebens“ beschreibt die rüstige Seniorin darin die Vorzüge des Lebens in der Einrichtung. Und die scheinen durchaus zuzutreffen, wenn man den Applaus zum Maßstab nimmt.
