Sandkrug - Kein Leben im Konjunktiv führen, statt „hätte, sollte, könnte“ einfach tun. Mit diesem guten Ratschlag sind am Donnerstag 136 Absolventen der Waldschule Hatten verabschiedet worden. „Versprecht mir, dass Ihr niemals stillt bleibt, wenn Ihr etwas zu sagen habt. Denkt nicht immer nur nach und wartet nicht ab. Ergreift Eure Chancen und macht das Beste daraus“, gab ihnen Schulleiterin Silke Müller mit auf den Weg.
Wie schnell das gehen kann, machte Bürgermeister Christian Pundt mit seiner witzigen Rede deutlich, die er in Form eines belauschten Telefonats als Wirtschaftsförderer der Gemeinde ablieferte. Die Waldschüler seien „eine richtige Kreativabteilung“ lautete sein Lob.
Glückwünsche für den weiteren Lebensweg gaben auch Elternvertreter Marian Witt und Schülersprecher Nexhdet Berisha in ihren kurzen Ansprachen mit. Für musikalische Akzente sorgten Band und Chor der Schule.
Besonderen Grund zur Freude hatten sechs Schüler, die jeweils den besten Notendurchschnitt ihrer Klassen schafften und dafür gleich zweimal auf die Bühne gebeten wurden: Jahrgangsbeste Svenja Lindemann (10aR/Notendurchschnitt 1,56), Sören Schröder (10bR/1,62), Pascal Juilfs (1,88/10dR), Carlotta Schnitker (10cR/1,93), Nico Stöckel (9e/1,94) und Celina Löschen (10H/2,47).
Ganz ohne Abschluss müssen zwei Schüler gehen. Die überwältigende Mehrheit war erfolgreicher, hier die Erfolgsbilanz: Förderschulabschluss (2), Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (22), Sek-I-Hauptschulabschluss (5), Sek-I-Realschulabschluss (56) und erweiterter Sek-I-Abschluss (49).
So mancher Schüler kam offensichtlich während seiner sechs Jahre an der Waldschule zu ungewohnten Einsichten. „Danke auch für die Härte und Strenge, deren Wert wir erst jetzt erkannt haben“, gab eine Sprecherin der 10bR am Rednerpult zu Protokoll.
