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GYMNASIUM Anteil der Naturwissenschaften steigt dank Formel X auf 33 Prozent

formel x

Helmut Frerichs

, von 1982 bis 1990 Direktor des Gymnasiums Nordenham, hat „Formel X“ als Schuldezernent der Bezirksregierung Braunschweig entwickelt. Der Mathematiklehrer wollte naturwissenschaftliche Fächer attraktiver machen, indem er die Schule für Kontakte mit Hochschulen und Firmen öffnet. In Weser-Ems beteiligten sich aber nur acht Schulen.

Drei Gymnasien stellten ihre Projekte vor. Auch Industriebetriebe waren beteiligt.

von henning bielefeld

nordenham/Kleinensiel

– Jeder dritte Schüler des Gymnasiums Nordenham wählt in den letzten beiden Klassen einen Leistungskurs in Biologie, Physik oder Chemie. Das ist eine deutliche Verbesserung zu 1999, als sich nur rund 25 Prozent aller Oberstufenschüler für einen naturwissenschaftlichen Leistungskurs entschieden.

Das sagte der Direktor des Gymnasiums, Klaus-Dieter Laske, im Gespräch mit der NWZ . Die Entwicklung habe zwei Ursachen: Seit 1999 muss jeder Elftklässler drei naturwissenschaftliche Kurse belegen und seit 2002 gab es „Formel X“. Dieses Programm zur Stärkung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Lernens und Arbeitens endete gestern mit einer Präsentation im Kommunikationszentrum des Kernkraftwerks Unterweser.

Das Gymnasium Nordenham präsentierte vier seiner fünf „Formel-X“–Projekte; außerdem stellten sich das Gymnasium Brake und das Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst vor. Gäste waren Vertreter der Kooperationspartner des Programms, unter anderem die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Airbus Einswarden, Kronos Titan und selbstverständlich das KKU.

Für das Gymnasium Nordenham präsentierte der Zwölftklässler Christian Wiemers das Airbus-Projekt, das der Physiklehrer Harald Hilgen jeweils in der neunten Klasse anbietet. Im Unterricht lernen die Schüler, warum Flugzeuge fliegen; anschließend besuchen sie nachmittags die Airbus-Lehrwerkstatt, wo sie nieten lernen und Flügel bauen, die sie anschließend im Windkanal der Berufsbildenden Schulen in Brake testen.

Der Physiklehrer Gerhard Zurek stellte das Schallkataster vor. Gymnasiasten hatten mit einem von Kronos Titan gestifteten Messmikrophon den Lärmpegel ermittelt, der zu unterschiedlichen Tageszeiten in Schulräumen herrscht, und ihn durch farbliche Darstellungen in den Bauplan eingetragen. Sie lernten etwas über Akustik und geben Anregungen für Verbesserungen.

„Überzeugend“ nannte Regierungsdirektorin Vera Reinike vom Kultusministerium die Präsentation. Sie bedauerte, dass das Programm jetzt enden muss, weil die zugesagten zusätzlichen Lehrerstunden ausgelaufen sind. Landesweit habe das Programm dazu geführt, dass die Teilnehmerquoten in naturwissenschaftlichen Leistungskursen zumindest nicht weiter rückläufig seien. Sie erinnerte an die guten Aussichten von Ingenieuren auf einen Arbeitsplatz: „Bis 2010 werden bundesweit 47 000 Ingenieure gebraucht.“

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