HABBRüGGE/OLDENBURG - Die 61 Mädchen und Jungen spielten vor 3100 Zuschauern. Die Aufführung war „Wahnsinn“.
Von markus Minten
HABBRÜGGE/OLDENBURG - Ein bisschen Lampenfieber war schon dabei. Und der zehnjährige Fabian Führer hatte sogar „Schmetterlinge im Bauch“. Aber das ist ja auch verständlich bei einer Weltpremiere, deren Teil 61 Schüler aus Habbrügge – 54 der Grundschule und sieben Ehemalige – am Donnerstagabend waren. Vor 3100 Zuschauern spielten sie in der Oldenburger Weser-Ems-Halle mit rund 300 weiteren Kindern und Jugendlichen sowie 100 Pferden mit im Musical „Jule – ein Traum wird war“.Doch ungeachtet der anfänglichen Nervosität war der Abend für die Jungen und Mädchen „schon Wahnsinn“, wie Rieke Bande und Dennis Einemann einhellig erklärten. Verkleidet als Sonnenblumen, mittelalterliche Bauersleute und Fanfarenspieler belebten die Schüler die Szenerie des Schauspiels um die 12-jährige Jule, die sich sehnlichst ein Pferd wünscht, bei ihren Eltern aber auf wenig Verständnis stößt (die NWZ berichtete).
Angesichts der atemberaubenden Darbietungen der Laiendarsteller hoch zu Ross verflog bei den Jungen und Mädchen aus Habbrügge die Aufregung schnell. Caroline Heisig (10) fand es sogar „toll, wenn einen alle Leute anstarren“. Besonders die „Vierspänner und die Ungarn“, die auf zwei Pferden stehend, durch das Viereck ritten, hatten es Caroline angetan. Die Fünftklässlerin fand es nur „schade, dass wir nicht in der Zirkusszene mitspielen konnten“. Aileen Höhner (9), die „bei der Generalprobe fast umgeritten wurde“, fand „einfach alles ganz toll“.
Viel Spaß hatte auch Kay Menkens-Siemers (10), selbst wenn er meinte, dass „Reiten eigentlich was für Mädchen ist“. Eine Meinung, der Caroline heftigst widersprach: „Es gibt viele Jungs, die reiten.“ Kay hatte auch den einzigen kleinen Mangel der Abendveranstaltung entdeckt: „Es war ein bisschen zu spät. Sonst hätten noch mehr Kinder zuschauen können.“
Schlichtweg begeistert war auch Christine Büsselmann. Die Leiterin der Grundschule, die die Beteiligung der Schule gemeinsam mit den Müttern Ilka Schillomeit und Conny Blankemeyer organisiert hatte, fand es „irre, was eine Schule mit nur vier Lehrerinnen und 54 Schülern auf die Beine stellen kann“.
