Oldenburg - Die Paulus-Schule darf künftig den Anteil nicht-katholischer Schüler auf 50 Prozent erhöhen. Einem entsprechenden Antrag der Schulstiftung St. Benedikt gab der Schulausschuss der Stadt Oldenburg am Dienstagabend einstimmig grünes Licht. Bislang liegt die Aufnahmequote für Kinder anderer christlicher Konfessionen bei höchstens 34 Prozent.
Die Paulus-Schule an der Margaretenstraße befindet sich in Trägerschaft der katholischen Kirche. Die erhöhte Quote soll zunächst für die Schuljahre 2017/2018 bis einschließlich 2022/2023 gelten. Die beantragte Quote darf nur in Anspruch genommen werden, wenn von den im 5. Jahrgang aufgenommenen nicht-katholischen Schülern 20 Prozent einen Migrationshintergrund oder sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf haben. Ob diese Hürde genommen wird, wisse man spätestens kurz nach den Osterferien, erläuterte Schulleiter Reinhard Lobmeyer. Die Anmeldephase für das nächste Schuljahr beginne mit einem Tag der offenen Tür am Sonnabend, 1. April, von 10 bis 13 Uhr.
Die Schulstiftung St. Benedikt hatte in einem Gespräch mit der Stadt verdeutlicht, dass nicht mehr ausreichend katholische Schüler die Schule besuchen wollen. Zudem sollen verstärkt Kinder mit Migrationshintergrund und Inklusionsbedarf unterrichtet werden. „Das ist unser Hauptanliegen“, betonte Lobmeyer. Ohne diese zusätzliche 20-Prozent-Verpflichtung würde die Schule den Status als Konkordatsschule und somit die hierfür gewährte staatliche Förderung verlieren.
Zurzeit besuchen etwa 460 Schüler die Paulus-Schule. Die Gesamtzahl solle sich durch die Erhöhung der Aufnahmequote nicht-katholischer Schüler nicht erhöhen, so Lobmeyer. Seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 ist die Paulus-Schule (aufsteigend ab Klasse 5) Oberschule. Ab der 6. Klasse können Absolventen Französisch als zweite Fremdsprache wählen.
