Edewecht - Eckhard Haase aus Edewecht verschenkt regelmäßig Bücher an Kinder und Jugendliche. Dass ihm das geschriebene Wort und spannende Geschichten am Herzen liegen, liegt auf der Hand. Der gelernte Buchhändler betreibt seit 1984 in der Ammerländer Gemeinde einen Buchladen und ist nicht nur aus ökonomischen Gründen daran interessiert, das Medium Buch und die Kompetenz Lesen zu unterstützen und zu stärken.
So werden unter dem Titel „Ich schenke Dir eine Geschichte“ zum Beispiel seit 1996 zum „Tag des Buches“ (23. April) Viert- und Fünftklässler angesprochen, sich mit dem Lesen und Büchern auseinanderzusetzen. Am von der Bundesrepublik Deutschland initiierten Programm beteiligt sich auch Haase.
In den Tagen vor und nach dem 23. April beteiligten sich in diesem Jahr insgesamt 400 Schüler der 4. und 5. Klassen der Grundschulen Edewecht, Osterscheps, Jeddeloh I und Edewechterdamm, des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht sowie Schüler der Astrid Lindgren-Schule in Edewecht am „Tag des Buches“. Sie erhielten von Eckhard Haase das Buch „Ich schenke Dir eine Geschichte“ mit dem Titel „Im Bann des Tornados“, geschrieben von Annette Langen.
„Die Bücher werden von mir bestellt, bezahlt und an die Schüler verschenkt“, erklärte Haase. Mit der Resonanz war er sehr zufrieden. „Vor zwanzig Jahren kamen viel weniger Schüler. Das Interesse ist von Jahr zu Jahr gestiegen“, führte der 61-Jährige aus. Die Schüler würden die Bücher in der Buchhandlung erhalten. Neben einer kurzen Einführung in die Geschichte hätten die jungen Besucher während ihres Besuches dann auch die Möglichkeit, sich im Buchladen umzuschauen und Fragen zu stellen.
„Es ist wichtig, sich in diesem Bereich zu engagieren“, erklärt Eckhard Haase. „Allein in Deutschland gibt es fast 7,5 Millionen Einwohner, die nicht richtig lesen und schreiben können. Mit dieser Aktion sollen Spaß und Lust am Lesen gefördert werden.“ Dass das Programm bei den Kindern ankam, bewiesen deren Aussagen: „Tolle Unterhaltung, eine wundervolle Alternative zum Fernsehen“ oder „Durch das Lesen lern ich gut die Rechtschreibung“.
Nebenbei erfuhren die Schüler bei ihrem Besuch einiges zum Datum, an dem der Weltliteraturtag begangen wird. Der 23. April ist der Todestag von William Shakespeare, der mit rund drei Milliarden verkauften Büchern einen Rekord aufstellte, der bis heute unübertroffen ist. Gefeiert wird der Weltliteraturtag seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, damals jedoch nur in Spanien. Über die Unesco wurde der „Tag des Buches“ schließlich weltweit organisiert.
Eckhard Haase wird sich auch in den kommenden Jahren an der Aktion beteiligen. „Dazu macht mir die Arbeit mit den Kindern zu viel Spaß. Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung sie dabei sind und welche Neugierde sie entwickeln. Die soll ihnen nicht genommen werden.“
