Großenkneten/Ahlhorn - Wenn Politprofis wie Astrid Grotelüschen (CDU) eigene Anträge loben, löst das oft bei anderen Parteien Stirnrunzeln oder Widerspruch aus. Am Donnerstagabend war das im Schul- und Sportausschuss der Gemeinde Großenkneten mal ganz anders. „Da haben wir voll ins Schwarze getroffen“, so die Christdemokratin über den Antrag, die Sporthallenkapazitäten in Ahlhorn zu erweitern.
Das bestätigten alle weiteren Redner unisono und griffen die Formulierung „ins Schwarze getroffen“ immer wieder auf, von Axel Janßen (KA) über Kerstin Johannes (SPD), Imke Haake (FDP) bis zu Henrik Abeln. Der Unabhängige schob ein „Der Antrag war gar nicht so verkehrt“ davor, bevor auch er den Treffer ins Schwarze aufgriff.
Folglich gab es nach kurzer Aussprache ein einmütiges Votum für die Empfehlung, dass die Verwaltung Vorschläge zur Erweiterung der Sporthallenkapazitäten in Ahlhorn erarbeiten solle.
Zuvor hatte Bürgermeister Thorsten Schmidtke die Bedarfserhebung vorstellt. Eindeutiges Fazit: „Es fehlt an ausreichenden Hallenkapazitäten in Ahlhorn.“ Dabei sei die Halle der Grundschule nicht das Problem. Hier fehlen nur zwei Stunden für den Schulsport sowie Platz für die Arbeitsgemeinschaften im Sportbereich. Die könnten aber in die Sporthalle des Schulzentrums ausgelagert werden – wenn denn dort Platz vorhanden wäre.
Hier fehlt es aber jetzt schon an Hallenzeiten. So muss die Oberschule derzeit auf Arbeitsgemeinschaften verzichten. Das Problem wird sich zudem mit dem Ausbau der Jahrgangsstufen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums noch weiter verschärfen. „Der Hallenbedarf erhöht sich noch weiter, so dass der vorgegebene Lehrplan im Fach Sport nicht eingehalten werden kann“, so die Verwaltung. Dieser Bedarf könne allerdings selbst durch die Verlegung des Schulsports in den Nachmittagsbereich nicht komplett ausgeglichen werden. Dabei hat das Gymnasium bereits einen zweiten Nachmittag von 15.15 bis 16.45 Uhr beantragt.
Das hat wiederum für die örtlichen Vereine gravierende Folgen, besonders im Winter: Schon jetzt drängeln sich die klassischen Sportarten in der Halle. Den Tennisspielern fehlt gar jede Trainingsmöglichkeiten, auch andere sehnen sich nach mehr Zeiten.
