Hamburg - In der Online-Lehre fehlt es Studierenden vor allem an Struktur – und Sozialkontakten. „Wir raten den Studierenden, sich einen Tages- und Wochenplan zu machen“, erklärt Ronald Hoffmann von der Psychologischen Beratungsstelle der Uni Hamburg in „Forschung & Lehre“. So kommen sie nicht in Versuchung das Durcharbeiten der asynchron, als Konserve angebotenen Videos auf abends oder nachts zu schieben. Tendenziell sorgt die ständige Verfügbarkeit der aufgezeichneten Vorlesungen natürlich für Flexibilität. Aber: Durch Müdigkeit und Überforderung schleicht sich schnell das Gefühl ein, nichts mehr zu verstehen. Im schlimmsten Fall käme auch noch die Erkenntnis, das falsche Fach zu studieren, so Hoffmann. Die Folge: Studierende schlafen schlecht, grübeln, geraten in negative Gedankenspiralen. Ein Plan, der so tut, als fände die Vorlesung immer zur gleichen Zeit statt, kann helfen – ebenso wie Arbeitsgruppen.
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