Elslfeth - „Der positive Abschluss eines Studiums sollte immer in einer bestimmten Art und in einem würdigen Rahmen vollzogen werden“, kündigte am Freitag der Dekan des Fachbereichs Seefahrt, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Windeck auf dem Campus die Diplomfeier der Absolventen des Sommersemesters 2014 an.

An der langen Tradition im Ablauf der Urkundenverleihung wurde auch in diesem Jahr nicht gerüttelt: den musikalischen Rahmen füllte der Elsflether Visurgen-Shanty-Chor mit kernigen Shantys und Susanne Berner am Klavier mit einem schwungvollen Medley aus. Auch die Grußworte der Ehrengäste und der Sektempfang hatten im Programm ihren festen Platz.

Ganz „untraditionell“ war am Freitagmorgen die Anzahl der anwesenden Absolventen der Studiengänge Nautik, Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft (SHW) sowie Internationales Transportmanagement (ITM). Von den 42 Absolventen aller Studiengänge waren nur 15 anwesend. Die nicht teilnehmenden Absolventen hätten sich von der Verleihung abgemeldet oder ihren Abschluss bereits früher im Semester gemacht, ließ die Hochschulleitung wissen. Weitere Absolventen würden bis zum Ende des Semesters am 31. Juli noch hinzukommen, hieß es weiter.

Die 15 jungen Frauen und Männer nahmen die zahlreichen Glückwünsche der Ehrengäste jedoch gerne an. Eine gute berufliche Ausgangsposition mit vielen Möglichkeiten attestierte die Vize-Präsidentin der Jade-Hochschule, Professorin Dr. Andrea Czepek, den Diplomempfängern. Die stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen wünschte, dass alle Absolventen künftig eine faire Anstellung zu anständigen Konditionen bekommen. „In Elsfleth ist manches anders“, umriss Bürgermeisterin Traute von der Kammer die „besondere Campus-Atmosphäre“ des Fachbereichs. „In Ihrem berufsbezogenen und praxisorientiertem Studium haben Sie eine ganz besondere Betreuung erfahren, das hat sich auch im Internationalen Ranking der Hochschule niedergeschlagen.“

Erhard Bülow als Vertreter des Vereins „Freunde der Seefahrtschule“ riet den Absolventen, das Alumni-Netzwerk des Vereins zu nutzen. „Unsere Datenbank ermöglicht es Ihnen, im Berufsleben Kontakte zu finden und auszubauen.“ An die „abwechslungsreiche Zeit vom Grünschnabel bis zum Absolventen“ erinnerte im Namen der Kommilitonen Thees von Allwörden. „Wir haben an dieser Hochschule eine Menge Handwerkszeug bekommen, so dass wir heute zuversichtlich in den Beruf gehen und Fuß fassen werden“, stellte der Absolvent fest.

In seinem Schlusswort ging Windeck auch auf die Bewerbungssituation die Studienplätze betreffend ein. Der Bereich Nautik zählt 108 Anmeldungen, zur Verfügung stehen 22 Studienplätze, 81 Bewerber haben sich für das SHW-Studium angemeldet, die Kapazität liegt bei 25 Plätzen. Die bisher höchste Anmeldezahl verzeichnet der Studiengang ITM – auf 153 Bewerber kommen jedoch nur 20 Studienplätze.