HANNOVER/AHLHORN/LANDKREIS - HANNOVER/AHLHORN/LANDKREIS/KD - Auch wenn das Ahlhorner Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nach den Sommerferien 2007 mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals mit drei statt zwei fünften Klassen starten sollte, reicht das noch nicht aus, um den Antrag auf Einrichtung einer Oberstufe zu genehmigen. Das machte Ministerialdirektor Rolf Bade aus dem Kultusministerium gestern einer Delegation aus der Gemeinde Großenkneten bei einem Gespräch in Hannover deutlich.
Anders sehe es schon aus, wenn drei Jahre hintereinander dreizügig eingeschult werde, so Bade. „Das ist eindeutig ein Schritt nach vorn“, wertete dies Elternratsvorsitzender Dr. Klaus-Peter Behr. Er hatte, wie auch Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett, die vier Rats-Fraktionsvorsitzenden Astrid Grotelüschen (CDU), Hartmut Giese (SPD), Peter Schürmann (FDP) und Axel Janßen (Kommunale Alternative) sowie den stellvertretenden Landrat Ernst-August Bode (FDP) und den Ersten Gemeinderat Klaus Bigalke nach Hannover begleitet. Gleich fünf Landtagsabgeordnete nahmen an dem Gespräch teil: Karl-Heinz Bley und Karl-Heinz Klare (CDU), Renate Geuter (SPD), Christian Dürr und Hans-Werner Schwarz (FDP). Das große Interesse der Landtagsabgeordneten zeigte, wie wichtig das Thema genommen wird. „Man kennt inzwischen in Hannover das Bonhoeffer-Gymnasium und weiß, was wir wollen“, so Elternratsvorsitzender Behr gestern.
Ministerialdirektor Bade empfahl gestern, die Entwicklung abzuwarten, was die zusätzlichen Schülerzahlen durch die Öffnung des Ahlhorner Gymnasiums für die Gemeinden Wardenburg und Hatten betrifft. In zwei bis drei Jahren sollte erneut geschaut werden, ob es Sinn mache, den Antrag zu stellen. Dass der Antrag schon jetzt nur aufgrund von Hochrechnungen genehmigt werden könnte, wäre laut Bade jedenfalls ein „Novum“ in Niedersachsen. Das berichtete Erster Gemeinderat Bigalke.
Der Ministerialdirektor habe außerdem zu einer noch stärkeren Zusammenarbeit zwischen dem Ahlhorner Bonhoeffer-Gymnasium und dem Kreis-Gymnasium Graf-Anton-Günther in Oldenburg auf Basis eines umfassenden Gesamtkonzeptes geraten, erzählte Klaus Bigalke.
