• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

So viele Lehrer fehlen noch an unseren Schulen

02.02.2018

Hannover Rund 2900 Lehrer in Niedersachsen müssen in dem am Montag beginnenden zweiten Halbjahr an anderen Schulen Personalengpässe ausgleichen. Von diesen Abordnungen betroffen seien damit 650 Lehrer mehr als im vorherigen Schuljahr, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit.

„Gerade bei Grundschulen gibt es das Problem des Bewerbermangels“, erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Deshalb werden nun 750 Gymnasiallehrer landesweit verpflichtet, dort bis zu den Sommerferien Unterrichtsstunden zu übernehmen. Tonne sagte, er sei sich bewusst, dass das eine hohe Belastung für die Lehrer ist, aber es sei nötig.

1200 Lehrer-Stellen ausgeschrieben

Das Land hatte für das zweite Schulhalbjahr nach eigenen Angaben 1200 Lehrerstellen ausgeschrieben. Ihren Dienst nehmen zum Start des neuen Halbjahres jetzt 1070 neue Lehrer auf, davon 121 Quereinsteiger. Das seien rund 90 Prozent der ausgeschriebenen Stellen, betonte Tonne. Die Zahl der neu eingestellten Lehrer decke die Zahl der in Pension gegangenen Kollegen derzeit ab. Doch eine Lücke gebe es weiterhin.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind auf das höchste belastet und erwarten endlich konkrete Maßnahmen, wie ihre schwierige Situation verbessert werden kann“, sagte Torsten Neumann, Landesvorsitzender des Verbands Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL). Auf Quereinsteiger zu setzen, sieht der Verband kritisch. Die bisherige Praxiserfahrung habe gezeigt, dass sich die Erfolge in Grenzen halten.

Gymnasiallehrer helfen an Grundschulen

„Die Gymnasiallehrer retten gerade landesweit die Grundschulen vor massivem Unterrichtsausfall. Das darf kein Dauerzustand werden“, warnte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Björn Försterling. Auch Julia Willie Hamburg, schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, sieht Handlungsbedarf.

Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Mareike Wulf sieht trotz der „ernüchternden Zahlen für das zweite Halbjahr“ optimistisch in die Zukunft. Es sei zumindest gelungen, den Abwärtstrend bei der Unterrichtsversorgung zu bremsen. Langfristig wirkten aber nur die derzeit geplanten 2000 Einstellungen zum neuen Schuljahr 2018/19.

Problem könnte sich verschlimmern

Nach Zahlen der Bertelsmann-Stiftung spitzt sich der Mangel an Grundschullehrern in den nächsten Jahren noch weiter zu: Bis 2025 fehlten bundesweit etwa 35 000 Lehrer – besonders für die ersten Schuljahre.

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Weitere Nachrichten:

FDP | Kultusministerium | SPD | CDU | Bertelsmann-Stiftung

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.