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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Mehr Geld für weniger Arbeit

13.11.2018

Hannover Weniger arbeiten und mehr Geld verdienen sollen Lehrer nach dem Willen von vier großen niedersächsischen Bildungsverbänden. Sie haben am Montag in Hannover ihre Bedingungen zur Mitarbeit am „Pakt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lehrkräften und Schulleitungen“ vorgestellt.

Die zentralen Forderungen an das niedersächsische Kultusministerium lauten: Die Besoldung für Lehrer im Grund-, Haupt- und Realschulbereich soll von A 12 (Einstiegsgehalt 3500 Euro brutto) auf A 13 (Einstiegsgehalt 3900 Euro) steigen, gleichzeitig dürfe es kein Leitungsamt unter A 14 mehr geben, hier reicht die Spanne je nach Dienstzeit von 4100 Euro bis 5600 Euro brutto. Einhergehen müsse das Ganze zudem mit einer „schnellen Entlastung“ der Lehrer, fordern die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Schulleitungsverband Niedersachsen (SLVN), der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) sowie der Verband Bildung und Erziehung (VBE).

Gute Bildung braucht hochmotivierte Lehrkräfte, also beste Arbeitsbedingungen und vor allem auch Wertschätzung ihrer Arbeit, unterstrich der VNL-Landesvorsitzende Torsten Neumann die genannten Forderungen. Und VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer fügte hinzu: „Die Besoldungserhöhung für Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen und Sek-I-Schulen auf mindestens A 13 oder Entgeltgruppe 13 in Niedersachsen ist längst überfällig. Trotz veränderter Lehrerausbildung, gleichlangem und gleichwertigem universitären Studium richtet sich die Bezahlung immer noch nach einer sozialen Rangliste aus dem 19. Jahrhundert.“ Als „völlig überholt“ bezeichnete Meyer das sogenannte Abstandsgebot, also die bessere Bezahlung im Rahmen des „höheren Lehramtes“ an Gymnasien.

Das sieht der Philologenverband Niedersachsen, die Berufsvertretung der Gymnasiallehrer, indes ganz anders. In der Frage der Besoldung unterstrich der Verband am Montag seine Forderung nach einer grundsätzlichen Neubewertung der Bezahlung für Lehrkräfte – „aber unter Berücksichtigung des geltenden Abstandsgebots“, stellte Horst Audritz, Vorsitzender des Verbandes, klar.

Einzelne Schulformen bei einer Erhöhung der Besoldung herauszugreifen, sei der seit Jahren bestehenden Gesamtsituation in Niedersachsen nicht angemessen und verkürze die Sachlage. „Unsere Lehrkräfte an den Gymnasien sind von strukturellen Verbesserungen ihrer Besoldung seit Langem ausgeschlossen geblieben und besoldungsmäßig seit geraumer Zeit im Vergleich zu anderen Lehrämtern unterbewertet. Auch diese Ungerechtigkeit gegenüber den Lehrkräften an Gymnasien muss der Kultusminister endlich angehen“, fordert Audritz.

Das Kultusministerium wies am Montag in einer Stellungnahme darauf hin, dass man bei den drei zentralen Handlungsfeldern Besoldung, Entlastung im Arbeitsalltag und Arbeitszeit der Lehrkräfte nur gemeinsam mit den Verbänden und der Gewerkschaft zu Fortschritten kommen könne. Verbesserungen an allen Stellen des Systems zu erreichen, sei das klare Ziel der Landesregierung. Daher werde aktuell an jedem dieser drei Punkte gearbeitet. Es sei aber klar, „dass nicht alles für alle sofort umgesetzt werden kann“. Gerade in Zeiten des Lehrermangels und der Herausforderung, den Unterricht sicherzustellen, müsse planvoll und mit Weitblick vorgegangen werden.

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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