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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

185 Schulleiter fehlen in Niedersachsen

22.03.2019

Hannover /Im Nordwesten In Niedersachsen sind aktuell 185 Schulleiterstellen unbesetzt, allein 41 davon im Oldenburger Land und in Ostfriesland. Zieht man den Kreis etwas größer, also zusätzlich um die Stadt und den Landkreis Osnabrück sowie das Emsland und den Kreis Diepholz herum, kommen noch mal 45 weitere Schulen ohne Chef hinzu, dies macht insgesamt 86 führungslose Bildungseinrichtungen im Nordwesten Niedersachsens. Am stärksten betroffen sind vor allem ländlich gelegene Grundschulen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Mehr Flexibilität, Kommentar zu offenen Schulleiterstellen

Wie das Kultusministerium in seiner Antwort, die unserer Zeitung vorliegt, weiter mitteilt, wurden die 185 offenen Schulleiterposten in 70 Fällen bereits mehr als einmal ausgeschrieben, beispielsweise in Delmenhorst, Wildeshausen, Hude, Oldenburg, Barßel, Friesoythe, Schortens, Holdorf, Lohne, Vechta, Aurich, Weener, Osnabrück, Bramsche, Lingen und Papenburg. Insgesamt gab es laut Ministerium 300 Ausschreibungen an 57 Schulen, auf die es keine einzige Bewerbung gab. Traurige „Spitzenreiter“ sind die Katholische Grundschule Schüttorf im Landkreis Grafschaft Bentheim mit 27 Ausschreibungen ohne Bewerbung, gefolgt von der Grundschule Bookhof in Herzlake im Kreis Emsland (24) sowie der Katholischen Grundschule Hohefeld in Friesoythe im Kreis Cloppenburg mit 23 Ausschreibungen, die ins Leere gelaufen sind.

Auflistung aller betroffenen Schulen durch das Kultusministerium

(Anmerkung der Redaktion: Die Stelle an der aufgelisteten GS Harpstedt soll nach Informationen dieser Zeitung nicht mehr vakant sein)

Für den bildungspolitischen Sprecher der FDP im Landtag, Björn Försterling, steht fest: „Die bisherigen Entlastungen der Schulleiter reichen nicht aus. Besonders in den Grundschulen müssen die Leitungen mehr Entlastungsstunden erhalten.“ Auch die Entlohnung müsse attraktiver werden: Kein Schulleiter dürfe mehr unter der Besoldungsstufe A 14 eingruppiert werden.

Um insbesondere im ländlichen Raum Schulleiter zu gewinnen, fordert Försterling, das Amt für Teilzeitstellen zu öffnen. „Diese Regelung würde die Attraktivität deutlich steigern. Es könnten sich zwei Personen die Verantwortung teilen“, meint Försterling.

Das niedersächsische Kultusministerium spricht auf Nachfrage unserer Zeitung von einer „herausfordernden Lage“, die „nicht zufriedenstellend“ sei. Das Ministerium verweist darauf, dass die Besoldung für die Leitung kleinerer Grundschulen bereits auf A 13 erhöht worden sei. Zudem seien die Schulen von Verwaltungsaufgaben entlastet worden. Dieser Weg solle fortgesetzt werden.

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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