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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Lehrer erhöhen Druck aufs Land – Protest an 800 Schulen

13.06.2019

Hannover /Oldenburg Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen erhöht den Druck aufs Land, die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der rund 70 000 Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen zu verbessern. Die GEW hatte alle rund 3000 Schulen in ganz Niedersachsen dazu aufgerufen, Personalversammlungen einzuberufen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Laut GEW sind 800 Schulen diesem Aufruf gefolgt. „Dieser riesige Aufschrei stellt eine neue Qualität dar. Wenn die Landesregierung nach dem Protest von 800 fast zeitgleichen Personalversammlungen nicht endlich handelt, nimmt sie ihre Aufgabe nicht wahr. Die politisch Verantwortlichen sind jetzt am Zug, ihre weitgehende Untätigkeit schleunigst zu beenden“, betont GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Die Personalräte der Schulen verfassen Resolutionen, die Ende des Monats an Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) übergeben werden sollen.

Im Kern erneuert die GEW ihre Forderung, Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen wie die Kollegen an anderen Schulformen zu bezahlen. Diese „Ungerechtigkeit“ schaffe eine Abwanderungswelle in andere Bundesländer, die verbeamtete Lehrer bereits mit A 13 statt A 12 und tarifbeschäftigte Lehrer mit E 13 statt E 11 bezahlten. Der finanzielle Unterschied betrage bis zu 500 Euro monatlich. Hinzu komme ein hohes Maß an Überstunden. Die Überstunden-Uhr der GEW überschritt Pfingstsonntag allein für die Grund-, Gesamt- und Gymnasiallehrer in Niedersachsen den Wert von zehn Millionen, seit Minister Tonne sein Amt im November 2017 angetreten hatte.

Ministeriumssprecher Sebastian Schumacher entgegnet auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es bereits eine Reihe von Entlastungen gegeben habe. Beispielhaft nennt Schumacher eine geringere Anzahl von Konferenzen sowie die Entlastung von Gymnasiallehrern während des Abiturs.

„Gerade dies geht aber zulasten der anderen Lehrer“, beklagt Bernard Göbel, Personalratsvorsitzender des Tellkampf-Gymnasiums in Hannover, und fordert „spürbare Entlastungen“. An diesem Donnerstag kommt auch der Personalrat des Neuen Gymnasiums in Oldenburg zusammen und hat die aus Oldenburg stammende GEW-Landeschefin Pooth zu Gast.

Während es der GEW um die Lehrerbelastung geht, nimmt der Landeselternrat (LER) Niedersachsen den Sanierungsstau an den Schulen in den Fokus. Die Bedingungen seien teils „unerträglich“, kritisiert LER-Vorsitzender Mike Finke und fordert die Vertreter in den Kommunen als Schulträger auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sich für Investitionen in Schulen einzusetzen.

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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