Hannover/Oldenburg - Für Tausende Studienanfänger in Niedersachsen beginnt an diesem Montag ein neuer Lebensabschnitt. Dann strömen schätzungsweise wieder rund 37 300 Erstsemester in die Hochschulen in Niedersachsen. In Bremen erwarten die staatlichen Hochschulen sogar mehr Studienanfänger als im Vorjahr, wie die Sprecherin der Senatorin für Wissenschaft mitteilte. Im vorherigen Wintersemester begannen in Bremen ca. 6205 Studenten. Ein Überblick:
Beliebte Studiengänge: Klassische Fächer sind bei Studienanfängern in Niedersachsen und Bremen beliebt. Vor allem für Medizin, Jura, Betriebswirtschaftslehre (BWL), Psychologie und Lehramt bewarben sich auch diesmal viele Abiturienten, teilte die Koordinierungsstelle für Studieninformation und -beratung in Niedersachsen (kfsn) mit. Für Psychologie gehen bis zu 20 Bewerbungen pro Studienplatz ein. Allein die Uni Bremen erreichten zu diesem Wintersemester 3152 Bewerbungen auf 109 zu vergebende Studienplätze für das begehrte Fach, teilte die Universität mit.
Begehrt und selten: Einen Ansturm hat auch die Universität Hildesheim erlebt. Auf den noch recht neuen Masterstudiengang „Data Analytics“ bewarben sich 1900 Interessenten für 30 Plätze. Die Studenten beschäftigen sich mit maschinellem Lernen, Big Data und Datenanalyse und können Vorhersagemodelle entwickeln. Sie arbeiten zudem mit regionalen Firmen zusammen.
Offene Plätze: Weniger gefragt sind an vielen Hochschulen Mathematik, Informatik, Physik und Chemie. Etwa an der TU Braunschweig sowie an der Universität Osnabrück waren für diese Fächer zum Ende der Bewerbungsphase noch Studienplätze frei. Auch Interessierte an Wirtschaftsingenieurwesen oder -informatik hatten zuletzt gute Chancen, noch einen Platz zu bekommen. Für zulassungsfreie Fächer können sich Interessierte bis zum 15. Oktober einschreiben.
Neue Angebote: Viele spezialisierte Studiengänge, etwa mit dem Schwerpunkt Digitales, starten ab dem neuen Wintersemester. Zu den neuen Angeboten gehören zum Beispiel der neue Master „Renewable Energy online“ an der Uni Oldenburg sowie „Digital Media and Society“ an der Uni Bremen.
Die Exoten: Je nach geografischer Lage haben sich an einigen Unis Spezialbereiche entwickelt, die bundesweit einzigartig sind. So können Studenten an der TU Clausthal den Bergbau-Studiengang „Mining Engineering“ wählen oder an der Hochschule Emden-Leer „Nautik und Seeverkehr“.
WG-Zimmer: Zwischen 330 und 350 Euro müssen Studierende in Hannover und Bremen derzeit im Schnitt pro Monat für ein gemietetes WG-Zimmer zahlen. In Göttingen kommen Studenten mit 329 Euro etwas günstiger weg. Auch in Oldenburg, Braunschweig und Osnabrück liegen die Mietpreise unter dem bundesweiten Schnitt von 363 Euro.
Studentenwohnheim als Alternative: Günstiger sind meist Studentenwohnheime. Doch schon gut einen Monat vor Semesterbeginn gab es kaum freie Plätze. Auf den Wartelisten könne sich zu Beginn aber viel tun, weil sich viele angehende Studenten in mehreren Städten auf einen Platz und ein Wohnheimzimmer bewerben, hieß es.
