HARPSTEDT - Die Integrierte Gesamtschule (IGS) 2012 symbolisch zu Grabe tragen will die IGS-Elterninitiative am kommenden Freitag, 16. März. „Nachdem wir schon seit 2008 mit der Elterninitiative für die Einrichtung einer Gesamtschule in Harpstedt kämpfen und Jahr für Jahr zwischen Hoffen und Bangen schweben, müssen wir uns nun schweren Herzens von der IGS 2012 verabschiede“, bedauern Michaela Claußen und Regina Huntemann von der Elterninitiative. Wie bereits berichtet, hatte der Landkreis seine Klagen beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg und beim Verwaltungsgericht in Oldenburg aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten zurückgezogen.
Dennoch wollen sich die Eltern aus der Samtgemeinde noch nicht geschlagen geben. Bei ihrer Aktion am Freitag ab 15 Uhr an der Haupt- und Realschule wollen sie zugleich ein Zeichen der Hoffnung setzen und ein Bäumchen pflanzen. Alle, die sich in irgendeiner Form mit einer IGS in Harpstedt verbunden fühlen, sind dazu eingeladen.
„Wir hoffen auf die Landtagswahl im Januar 2013 und eine neue Schulgesetzgebung, welche die IGS-Gründungen erleichtern wird. Wir werden weiter für die IGS kämpfen“, so Claußen und Huntemann, die die Devise ausgeben: „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Hierfür bedürfe es jedoch vieler neuer Mitstreiter: „Die seit 2008 mit uns aktiv waren, haben es für ihre Kinder leider nicht geschafft. Damit es weiter geht und langfristig zum Erfolg führt, würden wir uns freuen, wenn sich auch die ,jüngeren‘ Elternjahrgänge mehr mit Schule beschäftigen würden und sich aktiv einbringen.“ Auch die Haupt- und Realschule mit ihren Lehrern wolle die Initiative in die Planungen für die Zukunft einbinden. „Die Politik muss deutlich spüren, dass die Gesamtschule weiterhin gewünscht ist.“
Nach wie vor ist die Elterninitiative der Überzeugung, dass eine IGS im Südosten des Landkreises, sprich in Harpstedt, sich gut ergänzen würden mit der IGS im Nordwesten (Wardenburg) und damit einem Großteil der Schüler die Wahlmöglichkeit Gesamtschule eröffnen würde. Mit der niedersächsischen Schulpolitik würden nur wenige Schüler individuell gefördert. Eine Chancengleichheit sei mit der Einteilung in Gymnasium für die „Guten“ und Oberschule für den „Rest“ komplett versäumt worden.
