HARPSTEDT - Der „Stedinger Prinz“, „Clapps Liebling“, die „Wildeshauser Goldrenette“ und die „ConférenceBirne“ haben Einzug gehalten auf dem Schulhof der Grundschule Harpstedt: Erstklässler sowie Mädchen und Jungen der Förderklasse pflanzten am Freitagnachmittag mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Eltern je einen Baum dieser alten Obstsorten auf dem Schulgelände. Temperaturen im deutlich einstelligen Bereich, dunkle Regenwolken und ein kräftiger Herbstwind hielten die „Nachwuchsgärtner“ und ihre erwachsenen Helfer nicht davon ab, zu den Spaten zu greifen. Dabei galt es zunächst, Grassoden auszustechen, die Erde zu lockern und Löcher zu graben, ehe die jungen Stämme in den Boden gesetzt werden konnten.

Doch nicht nur für die Jüngsten an der Grundschule hieß es, fleißig zuzupacken. Auch für die Klasse 4e stand an diesem Tag Gartenarbeit auf dem „Stundenplan“. Eltern der Viertklässler hatten sich bereiterklärt, bei der Gestaltung des geplanten „grünen Klassenzimmers“ der Schule zu helfen und den bereits aufgeschütteten Erdwall mit Wildrosen zu bepflanzen. Gemeinsam mit ihren Kindern sowie Rita Esk, Klassenlehrerin der 4e, machten sie sich ans Werk. „Das ist nicht selbstverständlich“, lobte Esk das Elternengagement.

Zur Erinnerung: Auf dem frei gewordenen Grundstück des einstigen Lehrerwohnhauses bei der Grundschule soll ein „grünes Klassenzimmer“ unter freiem Himmel entstehen, das naturnahen Unterricht ermöglicht. Das Freiluft-Klassenzimmer soll in einem Oval mit begrüntem Wall liegen und noch mit Bänken ausgestattet werden. „Wir hoffen, dass wir es ab dem Frühjahr nutzen können“, erklärte Schulleiter Wolfgang Kunsch am Rande der Pflanzaktion.