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Betreuung Krippenplätze gehen langsam zur Neige

Harpstedt - Als gut beschrieben sowohl Ufke Janssen, Rektor an der Grundschule, als auch Ute Hegen, Konrektorin an der Oberschule, im Schul- und Sozialausschuss die Situation an den Bildungseinrichtung in Harpstedt. Kritisch sieht dagegen die Lage bei der Krippenbetreuung und im Kindergartenbereich aus.

Kita- und Krippenplätze

„Ab Januar gibt es im Krippenbereich keine freien Plätze mehr“, sagte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse bei der Ausschusssitzung. Einschließlich von angemeldeten Nachrückern seien ab Dezember alle Plätze voll belegt. Dennoch gebe es für das laufende Krippenjahr bis Sommer 2020 weitere Anfragen. Zwar sollen neue Gruppen in der Kindertagesstätte (Kita) „Zwergnase“ geschaffen werden. Doch der Baustart ist noch ungewiss. Der Planungsauftrag solle demnächst vergeben werden, sagte Wöbse.

Darüber hinaus gehen die Kapazitäten auch bei den Kindergartenplätzen zur Neige. Obwohl eine neue Gruppe mit 25 Plätzen nach den Sommerferien in der Kita Waldburg eingerichtet worden war, sind in den kommunalen Kita die Kapazitäten knapp. „Lediglich in Colnrade gibt es noch nennenswerte freie Kindergartenplätze“, sagte Wöbse. Zudem könnten der BUND- und der Freinet-Kindergarten in Prinzhöfte noch Jungen und Mädchen aufnehmen.

Grundschule

Eher rückläufig sind die Zahlen dagegen bei der Grundschule. In drei Klassen wurden 73 Jungen und Mädchen eingeschult. Eine Klasse Dünsen gibt es nicht mehr, eine Vierzügigkeit ist nur noch im vierten Jahrgang vorhanden. 78 Schüler haben die Bildungseinrichtung im Sommer an weiterführende Schulen verlassen. Jeweils 36 wechselten an das Gymnasium in Wildeshausen sowie die Oberschule in Harpstedt und jeweils drei an die Realschule Wildeshausen sowie die Lukasschule in Bassum, berichtete Janssen.

Mit abnehmender Schülerzahl sind in den vergangenen Jahren auch die Lehrer weniger geworden, sagte der Rektor. Im Sommer verließen vier Lehrkräfte die Schule, eine kam neu hinzu. Ein Trend gibt Janssen dabei zu denken. Häufig würden sich Kollegen versetzen lassen, da der Weg nach Harpstedt für sie zu lang werde. Die Randlage im Landkreis sei hierfür ungünstig.

SPD-Mitglied Klaus Budzin regte an, darüber nachzudenken, wie man Lehrer an die Samtgemeinde binden könne. Er kann sich vorstellen, Lehrkräften bei der Vergabe von Bauplätzen Bonuspunkte zu geben oder ihnen ein zeitloses Darlehen anzubieten, wenn sie in Harpstedt oder einem der umliegenden Orte bauen würden.

Oberschule

Dass junge Kollegen lieber in Oldenburg leben wollten und sich daher häufig versetzen lassen, konnte auch Ute Hegen von der Oberschule bestätigen. 281 Schüler sind derzeit an der Schule. Im fünften Jahrgang wurden im Sommer zwei Klassen mit 37 Jungen und Mädchen eingerichtet. Erstmals gab es in der neuen Schulform, der Oberschule, einen neunten Jahrgang. Nach der jahrgangsbezogenen Differenzierung werde jetzt schulzweigbezogen mit Berufsorientierungs- und Realschulzweig unterschieden. Im zehnten Jahrgang gibt es noch die alten Haupt- und Realschulzweige.

Wie Janssen ist auch Hegen mit der Ausstattung der Schule zufrieden. Die Modernisierung des Naturwissenschaftstrakts stehe als Nächstes an.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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