HARPSTEDT - „Wir sind sehr zufrieden.“ Nicolai Wacker sprach den Elternvertretern von Schulen und Kindergärten aus der Seele, die am Donnerstag die Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde verfolgten: In nicht mal halbstündiger Sitzung hatte der Ausschuss ein einhelliges Votum für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Harpstedt gefasst. Wie berichtet, soll beim Landkreis die Einrichtung einer interkommunalen IGS beantragt werden. Voraussetzung ist, dass auch der Samtgemeinderat zustimmt, der am Montag, 7. Juni, tagt (19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Klein Köhren). „Wenn wir schnell IGS-Standort werden wollen, wünsche ich mir Montag einen Beschluss, sonst ist eine Chance vertan“, sagte Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes.
Um ausreichende Schülerzahlen zu erreichen ist daran gedacht, Wildeshauser und Dötlinger, aber auch Kinder aus Bassum, Twistringen und eventuell Randgebieten der Gemeinde Stuhr zu unterrichten. Ein erstes Gespräch mit Bassum sei „positiv“ gelaufen, berichtete der Verwaltungschef; in Twistringen sei die Reaktion „verhalten“, da man den dortigen Schulstandort im Auge habe. Der richtige Weg sei jetzt, mit den Elternbeiräten ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, „wie wichtig eine IGS in diesem Bereich ist“.
„Der Bedarf ist da“, war Anne Wilkens-Lindemann (SPD) sicher. Chancen für eine IGS in Harpstedt rechnete sich trotz ähnlicher Ideen für Hude und Bookholzberg Fraktionskollege Klaus Budzin aus: „Wenn zwei sich streiten, freut dich der Dritte.“ Eine „große Chance“ für die Samtgemeinde sah Hartmut Post (CDU): „Unser Schulzentrum ist in hervorragendem Zustand – es ist alles da.“ Mögliche Kosten hinterfragte Horst Hackfeld (HBL); hier konnte Cordes beruhigen: Bauliche Veränderungen wären nötig, „aber in so geringem Umfang, wie sie an keinem anderen Standort im Landkreis wären“.
liegt ein Flyer zur „IGS für Harpstedt“ vor, der über die Schulform informiert und für die „Schule für alle Kinder“ wirbt.
ist aufgeführt, warum die IGS gewünscht wird, wie das pädagogische Konzept aussieht, wie Differenzierung und Abschlussorientierung an der Gesamtschule funktionieren,wo Vorteile einer IGS liegen.
– eine Initiative der Elternräte in Schulen und Kindergärten – soll in Geschäften und Einrichtungen ausgelegt werden, auch außerhalb der Samtgemeinde.
