HARPSTEDT - Bereits im September 2009 demonstrierten Schüler und Eltern am Rande einer Kreistagssitzung in Dünsen für eine Kooperative Gesamtschule (KGS). „Gerade die FDP gilt es zu überzeugen“, so Nicolai Wacker, Elternratsvorsitzender der Grundschule Harpstedt, „da sie einem zweiten Gesamtschulstandort neben Wardenburg bislang nicht zustimmt.“ Somit besuchte die FDP-Kreistagsfraktion nun das Schulzentrum in Harpstedt. „In einer Besichtigung wollen wir zeigen, was wir zu bieten haben“, so Schulleiter Wolfgang Bleyer.
In einer Präsentation der Schülerzahlentwicklung erklärte er: „Seit 2004 haben wir hier eine fallende Tendenz. Die Schülerzahlen sind von 624 auf 413 gesunken.“ Das Interesse der Eltern die dadurch frei stehenden Räume und Ressourcen zu nutzen, sei daher in den letzten Jahren gestiegen. „Auch ohne finanziellen Aufwand können wir in Harpstedt somit eine Gesamtschule installieren und damit auch den Standort sichern“, betonte Wacker. „Auch Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes steht vorbehaltlos hinter uns.“
Die FDP blieb während ihres Besuches skeptisch. „Vor allem die Schülerzahlen und das Schulangebot müssen genauestens überprüft werden“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode. Zudem würde die FDP die Schulform einer IGS bevorzugen. „Gegen eine IGS haben wir auch nichts., ganz im Gegenteil“, so der Schulleiter. Ein gemeinsames Gespräch soll daher der nächste Schritt sein.
