HARPSTEDT - Kinder frühzeitig für Umweltschutz und nachhaltiges Denken und Handeln zu sensibilisieren und dieses so zu verfestigen: Das ist Ansatz hinter der Kooperation, die die Grundschule Harpstedt und das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) Hosüne geschlossen haben. Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag soll laut Schulleiter Wolfgang Kunsch die bisherige Zusammenarbeit in Form von gemeinsamen Aktionen „auf festere Füße gestellt“ werden: „Es geht um Kontinuität.“ Ziel ist, Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung regelmäßig im Unterricht (vor allem im Sachunterricht) auftauchen zu lassen und so zu verankern, wie Edith Janßen vom RUZ erläutert: „Uns ist wichtig, dass die Themen dauerhaft integriert und durch die Klassen eins bis vier immer wieder aufgegriffen werden mit anderen Schwerpunkten.“ Das RUZ unterstützt das durch Beratung, Materialien, personelle Begleitung bei Aktionen, Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sowie Hilfestellung bei

der Erschließung außerschulischer Lernorte.

Gut bekannt ist das RUZ an der Grundschule bereits durch jährliche Fahrradtage für die 3. und 4. Klassen sowie Angebote etwa zu gesunder Ernährung. Und „Mobilität“ soll laut Janßen auch künftig Schwerpunkt sein. So sind nicht nur die Verkehrsaktionstage bereits wieder terminiert für Ende Mai. Hinzu kommen soll ferner als erstes „Kind“ der jungen Kooperation ein neues Angebot: „Wir möchten für die Klassen eins und zwei im Rahmen des Curriculums Mobilität einen Roller-Führerschein umsetzen“, verrät Lehrerin Rita Esk, an der Grundschule Ansprechpartnerin für die Kooperation. Zurzeit werde ein Konzept erarbeitet. Zudem plant die Schule bereits die Anschaffung von fünf Rollern. Das RUZ will die Roller-Aktion mit Materialien und personeller Unterstützung an verschiedenen Stationen begleiten.

Weitere Themenfelder können etwa gesunde Ernährung, Wald, Klima und Energie oder das Projekt „Von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ sein. Rita Esk könnte sich für die Zukunft „gut vorstellen“, auch Sonnenenergie im Unterricht aufzugreifen – einsatzbereite Materialien beim RUZ stünden bereit.

Im Rahmen der Jahrgangskonferenzen soll laut Schulleiter überlegt werden, wie die einzelnen Jahrgangsstufen die Angebote nutzen können. Hier sei das Kollegium noch stärker für die Möglichkeit zu sensibilisieren. „Das wächst“, so Kunsch zum Kooperationsprozess. Verabredet übrigens ist die Kooperation zunächst für ein Jahr – mit klarer Option auf Verlängerung.