HARPSTEDT - Im Mai dieses Jahres konnten die Schüler die Klasse 3e der Grundschule Harpstedt und ihre Klassenlehrerin Rita Esk im Unterrichtsraum beobachten, wie vier Küken aus ihren Eiern schlüpften. Dieses Naturerlebnis ermöglichte ihnen der „Geflügelzuchtverein von 1952 Harpstedt und Umgebung". Genauer gesagt, deren Mitglied Heinz Freye, der ihnen eine Brutmaschine mit vier Eiern von seinen eigenen Zwerghühnern ins Klassenzimmer stellte. Nach genau 21 Tagen war das erste Küken da. Innerhalb von weiteren 24 Stunden pellten sich drei weitere Küken aus ihren Eiern. Die Kinder behielten sie noch fünf Tage im Auge und fütterten sie mit Haferflocken. Dann gaben sie ihre kleinen Lieblinge, die sie auf die Namen Herkules, Flemmli, Keks und Piepsi getauft hatten, an den Geflügelzüchter zurück, der sie in seinem Gehege großzog.
Wie die ausgewachsenen Tiere der Rassen Chabo schwarz-silber und Antwerpener Bartzwerge wachtelfarbig heute aussehen, konnten die Kinder, die mittlerweile in die vierte Klasse gehen, am Sonnabend auf der Geflügelausstellung in Augenschein nehmen. Heinz Freye öffnete sogar den Käfig, griff nach dem Federvieh und drückte es einigen Jungen und Mädchen in die Hand. Die Freude über das Wiedersehen war riesig bei den Kindern und auch bei den Eltern, die natürlich regen Anteil an der Sache genommen hatten. Nicht wenige Mütter und Väter hatten damals eigens wegen der Küken das Klassenzimmer betreten.
Generell war die Sache ein voller Erfolg für die Schulklasse und den Geflügelzuchtverein. Die Schüler erlebten einen praxisnahen Anschauungsunterricht, worüber sie auf der Ausstellung auch anhand von Fotos und Texten berichten. Und für den Geflügelzuchtverein, der auch noch am Sonntag rund 380 Groß- und Zwerghühner, Enten und Tauben zur Schau stellte, war es eine gute Werbekampagne zur Gewinnung neuer Mitglieder.
