HARPSTEDT - Eine Oase der Ruhe und Entspannung haben sich die Mädchen und Jungen der Grundschule geschaffen. „Trauminsel“ nennen sie ihr kleines Refugium, das im Obergeschoss der Schule in einem ehemaligen Gruppenraum entstanden ist und Montagvormittag offiziell eingeweiht wurde.

„Die Idee entstand schon vor anderthalb Jahren im Schülerrat, um das Schulleben zu verbessern“, berichtete Susanne Löpmeier, die den Schülerrat zusammen mit Kollegin Barbara Jajte betreut. Nach ersten Versuchen, die Trauminsel herzurichten, hätten die Kinder jedoch gemerkt, dass sie weitere Unterstützung benötigten. Die Elternteile Katharina Breckweg, Wibke Strodthoff und Werner Coors sagten deshalb ihre Hilfe zu, besorgten Kissen sowie Gardinen und einen Baldachin aus Organza.

Kollekte verwendet

Um die notwendigen Finanzmittel kümmerte sich der Förderverein der Grundschule. „Wir entschieden uns dafür, die Kollekte von 368 Euro aus dem Einschulungsgottesdienst zu verwenden“, sagte Heiko Allmandinger, Vorsitzender des Fördervereins. Damit sich die Kirche überzeugen konnte, dass die Kollekte sinnvoll eingesetzt wurde, war auch Pastorin Carola Holtin zur Insel-Einweihung eingeladen worden. „Der siebte Schöpfungstag zeigt, dass erst die Ruhe und das Pause machen, den Mensch zum Menschen macht“, so Holtin überzeugt.

„Wir nutzen die Trauminsel mit den Schülern für Auszeiten während der Unterrichtsstunden“, sagte Susanne Löpmeier. Der Raum werde zum Lesen, Entspannen oder für Traumreisen genutzt. Jeder Lehrkraft sei selbst überlassen, ob, wie und wie oft sie die Trauminsel nutzten. „Auch die Lehrer können sich in dem neuen Ruheraum in den Pausen zurückziehen, wenn es ihnen im Lehrerzimmer zu turbulent ist“, ergänzte Schulleiter Wolfgang Kunsch.

Wolldecken fehlen noch

Um noch mehr Gemütlichkeit in den Raum mit der Dachschräge zu bringen, würden sich die Schüler noch einen Korkfußboden, einen Klassensatz waschbarer Wolldecken und etwas Großes zum Verdecken der beiden im Raum befindlichen Tafeln wünschen. „An der Finanzierung eines Korkbodens sind wir dicht dran“, zeigte sich Heiko Allmandinger zuversichtlich, die Summe zusammenzubekommen. Für die übrigen Wünsche hofft die Schule auf Spenden.