Harpstedt - Trump war da, Putin, Erdogan, auch Xi Jinping, und Angela Merkel sogar im Minirock. – Ausgesuchte Polit-Prominenz nahm am Freitagmorgen bei der Abschlussfeier der Oberschule Harpstedt auf der Bühne der Aula Platz. Klimaschutz sollte das Thema sein. Um es vorweg zu nehmen: Die Debatte war natürlich „nur“ ein Sketch, in Szene gesetzt durch den Wahlpflichtkurs Darstellendes Spiel. Inhaltlich herausgekommen ist erwartungsgemäß nichts – außer, dass die vielen Feiernden an den markigen und teils absurd-witzigen Politiker-Sprüchen erkennbar ihren Spaß hatten.
„Wenn Träume fliegen lernen“ hatten die vier Abschlussklassen die Feier in der Aula überschrieben. Lilly Holze und Tilman Schadwinkel moderierten. Abends wurde im Landhotel Dötlingen unter dem Motto „Casino Royale“ weitergefeiert.
69 Schüler verabschiedeten sich von der „OBS“, 27 von ihnen haben den erweiterten Sekundarabschluss I erreicht.
Ute Hegen, stellvertretende Schulleiterin, griff in ihrer Verabschiedungsrede die Themen Träume und Glück auf. „Träume sind Ziele, für die wir uns so richtig begeistern, denn sie haben das größte Potenzial, uns glücklich zu machen.“ Auch soziales Engagement könne glücklich machen, sagte Hegen – und bat Schüler nach vorn, die sich in besonderer Weise für die Schulgemeinschaft eingesetzt hatten: Sasha Nießen (Jahrgangssprecherin/Steuergruppe), Marcel Hüncke, Till Harries (beide Schülervertreter im Schulvorstand), Leonie Claußen, Lisa Seeck, Marie Winzinger, Laura Hartmann (alle Schulsanitätsdienst), Lea Hüncke, Justin Meyer (beide Streitschlichter) sowie Justin Schötschel (Radio-AG/Technik). Mit einem Präsent dankte Hegen dem ehrenamtlichen Leiter der Bläser-AG, Steffen Akkermann, für dessen Einsatz.
Schülervertreterin Sasha Nießen appellierte an ihre Mitschüler, bei der Zukunftsgestaltung nicht auf Mama und Papa, sondern auf sich selbst zu hören. In einem Bewerbungsgespräch sei sie gefragt worden, was sie bei einer Absage tun würde, berichtete die Zehntklässlerin. Sie habe geantwortet, sie würde ein weiteres Jahr zur Schule gehen, „dann steh’ ich wieder hier“. Sie habe die Stelle bekommen – auch, weil ihre Antwort beeindruckte.
Auch Tränen flossen, als die Zeugnisse samt je einer Rose übergeben wurden. „Es war eine geile Zeit mit Euch“, attestierte Till Harries seinen Mitschülern aus der 9H, und Martina Janßen, Klassenlehrerin der 10H, sagte: „Schade, dass ihr jetzt geht.“
