HARPSTEDT - Vom Fahrradsattel aus einen Ball in einen Eimer werfen, einen Slalomkurs durchkurven, punktgenaue Zielbremsungen hinlegen sowie beim „Schneckenradeln“ möglichst langsam und doch kontrolliert fahren: Es sind keine leichten Aufgaben, die die Grundschüler beim Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours auf dem Schulhof der Delmeschule erwarten. Bereits zum vierten Mal stellt die Grundschule Harpstedt in dieser Woche Verkehrsprojekttage für die dritten und vierten Klassen auf die Beine, mit denen die Sicherheit im Umgang mit Fahrrad und Straßenverkehr gefördert werden soll – und ebenso lange ist das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) Hosüne mit seinem Geschicklichkeitsparcours mit von der Partie.
„Es geht darum, sein Rad zu beherrschen und auch mal in ungewohnten Situationen zu testen, wie kann ich mit meinem Fahrrad umgehen“, erläuterte Edith Janßen vom RUZ, die die Kinder gemeinsam mit André Wilke (im freiwilligen ökologischen Jahr) betreut. Keine Frage, dass bei den Übungen auch verkehrsgerechtes Verhalten wie das korrekte Anzeigen beim Abbiegen und Zurückschauen über die Schulter trainiert wird: „Das muss in Fleisch und Blut übergehen.“
Und so wird seit Dienstag auch auf dem Grundschulhof an einigen Stationen das Geschick mit dem Rad trainiert, zudem gehen die Kinder in Gruppen auf einen Rundkurs im Realverkehr. Unterstützung leisten dabei Eltern als Streckenposten. Und nicht nur hier packten sie helfend mit an: „Ohne Elternhilfe könnten wir das gar nicht realisieren“, bedankte sich Rita Esk vom Organisationsteam.
Aktiv wurde ferner die Polizei, die am Mittwoch zu einer Fahrradkontrolle anrückte. „Die Mehrzahl der Räder war weitgehend in Ordnung“, resümierte Esk am Donnerstag; zwar sei nicht überall auf Anhieb die Plakette für ein verkehrssicheres Rad erteilt worden (in der Regel wegen Beleuchtungsmängeln), aber: „Es ist kein Rad aus dem Verkehr gezogen worden.“
Ziel der Verkehrserziehung und der jährlichen Verkehrstage ist für die Schule, den Kindern sachgerechtes Verhalten im Verkehr zu vermitteln. „Am Ende der Grundschulzeit soll eine Verkehrssicherheit im vertrauten Umfeld des Ortes erreicht sein“, sagte Esk. Wichtige Schritte dazu sind für die vierten Klassen auch ein ADAC-Verkehrssicherheitstraining sowie eine Radfahrprüfung an diesem Freitag. Dabei müssen die „Fahrrad-Führerscheinbewerber“ zeigen, wie sicher sie sich im Straßenverkehr bewegen.
