HARPSTEDT - Gleich beide Führungskräfte der Haupt- und Realschule in Harpstedt hat am Dienstagnachmittag die Samtgemeinde Harpstedt als Schulträgerin verabschiedet. In einer kleinen Feierstunde im Amtshof wurden Schulleiter Wolfgang Bleyer in die Altersteilzeit entlassen und Konrektorin Eva Heinke in ihre Beurlaubung. Der geselligen Runde wohnten neben Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes auch der 1. Samtgemeinderat Ingo Fichter, die Fraktionsvorsitzenden des Samtgemeinderates sowie die Ehepartner der zu Verabschiedenden, ebenfalls beide Lehrer, bei.

Ausschlaggebend für Bleyer, so Cordes, vor elf Jahren die Schulleitung in Harpstedt von seinem Vorgänger Stephan Piper zu übernehmen, waren die sehr guten Rahmenbedingungen an der hiesigen Haupt- und Realschule. Für Bleyer sei es immer wichtig gewesen, an der Schule soziales Lernen, Sozialkompetenz und Teamgeist zu leben.

Eva Heinke bescheinigte der Verwaltungschef Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, großes Wissen, klare Strukturen und Zielsetzungen. Über 32 Jahre habe die gebürtige Dresdenerin am Harpstedter Schulzentrum gewirkt. Aufgewachsen ist die 58-jährige Pädagogin jedoch in Bayern.

„Als ich nach dem Studium in Erlangen eine Anstellung suchte, waren kaum Lehrerstellen frei. Nachdem ich mich bundesweit beworben hatte, bekam ich drei Stellen zur Auswahl: In Berlin-Kreuzberg, in Harpstedt und eine Angestelltenstelle – da habe ich mich für Harpstedt entschieden“, erinnert sich Eva Heinke. 1980 trat sie hier ihre Beamtenstelle zur Probe an, im Jahr 2000 wurde sie Konrektorin. Nachdem ihr Mann Wilfried Schunke Ende Januar von der Realschule Wildeshausen in den Ruhestand verabschiedet worden war, reichte sie ihre Beurlaubung bis zum Rentenalter ein, um gemeinsam mehr Zeit verbringen zu können.

Als Anerkennung für ihr langjähriges Engagement überreichte Uwe Cordes an Bleyer und Heinke je einen Buchgutschein sowie Blumen an die Lebenspartner.

Wolfgang Bleyer bedankte sich beim Schulträger für die stets guten Arbeitsbedingungen in den Bereichen „Umgang miteinander“, „Unterricht“ und „Lernumgebung“: „Wenn ich etwas brauchte, wurde das Geld dafür immer gefunden, auch wenn es nicht eingeplant war. Ich hoffe, dass diese Schule auch weiterhin so gut unterstützt wird.“ Sein Dank galt vor allem zwei Frauen: seiner Kollegin Eva Heinke und seiner Ehefrau Birgit, die ihm oft mit guten Ratschlägen zur Seite gestanden hätten.

Bleyers Nachfolger ist bereits geregelt: Am 1. August tritt Peter Bilski seinen Dienst in Harpstedt an. Der 58-Jährige war zuletzt Grundschulleiter der Deutschen Schule in Madrid. Bilski war der einzige Bewerber auf die Harpstedter Schulleiterstelle.