HARPSTEDT - Über ihre Arbeit an der Hauptschule in Harpstedt berichtete die Sozialpädagogin Kerstin Bartling am Mittwochabend im Schulausschuss. Die 40-jährige Hatterin arbeitet seit dem 3. September im Rahmen des Hauptschulprofilierungsprogramms des Landes Niedersachsen am Harpstedter Schulzentrum. Seitdem kümmert sie sich in 20 Wochenstunden um Berufsorientierung, Lebens- und Bewerbungstraining sowie um die Einzelfallberatung bei persönlichen und/oder familiären Problemen, bei Schulunlust oder -verweigerung sowie bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen.

„Ich habe vorher 15 Jahre lang mit verhaltensauffälligen Jugendlichen gearbeitet“, berichtete Bartling. Dazu zählten auch viele Kinder mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten. Obwohl die Zeit seit den Sommerferien kurz war, habe sie bereits erste Projekte initiiert. So gebe es etwa eine offene Bewerbungswerkstatt, die von den Schülern freiwillig und bislang relativ gut angenommen worden sei. Auch der Spieleverleih für die Pausen komme an. Ferner unterstütze sie die Schülerfirma und die Lehrer beim Sozialen Lernen. Auf Wunsch der Schüler helfe sie auch dabei, bei Betrieben nachzufragen nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen oder den gestellten Leistungsanforderungen für eine Anstellung. Zu den weiteren Aufgabenfeldern Bartlings, die auch eine Ausbildung als Gärtnerin besitzt, gehören künftig auch Präventionsarbeit und Einzelfallberatungen in den Familien.

„Noch befinden wir uns in der Findungsphase“, erklärte Schulleiter Wolfgang Bleyer, warum noch nicht alle angedachten Projekte angelaufen seien. In jedem Fall sei es eine Unterstützung, die die Schule voranbringe.

Ursprünglich, so Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, sollte das Hauptschulprofilierungsprogramm nur bis Ende Dezember 2007 laufen. Mittlerweile sei es aber bis zum 31. Dezember 2010 verlängert worden.